Rheinmetall Aktie: Wolfram als Nadelöhr
Rheinmetall erhielt einen Millionenauftrag für Artilleriemunition. Der steigende Wolframbedarf könnte die geplante Fertigung bis 2030 erschweren.
Kurz zusammengefasst
- Fünfstellige Geschossbestellung eingegangen
- Kurs zeitweise über 1.000 Euro
- Wolframversorgung wird zum Engpass
- Produktionsziel: 1,5 Millionen Geschosse
Ein neuer Millionenauftrag für Artilleriegeschosse hat Rheinmetall zurück über die 1.000-Euro-Marke katapultiert. Doch während sich die Fertigungslinien füllen, zeichnet sich ein ganz anderes Problem ab: Der Rohstoff, den die Munitionsproduktion zwingend braucht, wird knapp.
Neuer Munitionsauftrag treibt den Kurs
Rheinmetall hat eine fünfstellige Anzahl von 155-Millimeter-Artilleriegeschossen bestellt bekommen, mit einem Auftragswert im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Die Fertigung läuft bereits, abgeschlossen werden soll sie bis Ende 2027. Die Geschosse sind mit gängigen Nato-Waffensystemen kompatibel und punkten laut Unternehmensangaben mit hoher Reichweite und Wirkung.
Die Aktie reagierte prompt: Im Xetra-Handel stieg der Kurs zeitweise auf über 1.000 Euro und eroberte damit eine zuvor unterschrittene Marke zurück. Der Auftrag reiht sich in eine Serie ähnlicher Bestellungen ein, mit denen Rheinmetall seine Fertigungskapazitäten seit 2022 kontinuierlich ausbaut. Bis 2030 peilt der Konzern eine Jahresproduktion von rund 1,5 Millionen Geschossen an.
Wolfram wird zum Engpassfaktor
Während die Nachfrage nach Munition wächst, gerät ein Vorprodukt zunehmend in den Blick: Wolfram. Ohne den Rohstoff lassen sich weder panzerbrechende Munition noch Präzisionsraketen oder Hochleistungswerkzeuge fertigen. Ab 2027 verlangen zudem neue US-Beschaffungsregeln eine Lieferkette, die unabhängig von China, Russland, Iran und Nordkorea ist — Staaten, die bislang einen Großteil der globalen Wolframproduktion kontrollieren.
Diese Regel dürfte Milliardenströme verschieben und den Wettbewerb um gesicherte Rohstoffquellen verschärfen. Rheinmetall gilt neben Lockheed Martin als einer der Nutznießer einer Neuausrichtung der westlichen Rüstungsindustrie, die zunehmend auf westliche Zulieferer setzt.
Der Bedarf an Munition bleibt derweil ungebrochen hoch. Die Bundeswehr treibt parallel weitere Rüstungsprojekte voran — von Marineaufklärungsschiffen bis zu Flottendienstbooten —, was das grundsätzlich günstige Umfeld für Rüstungskonzerne unterstreicht. Für Rheinmetall dürfte entscheidend werden, wie schnell sich die eigene Wolfram-Versorgung diversifizieren lässt, um die ambitionierten Produktionsziele bis 2030 auch tatsächlich zu erreichen.
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 14. September liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...