Richemont trotzt zur Wochenmitte der allgemeinen Unsicherheit im Luxussektor. Während klassische Modehäuser unter einer Nachfrageschwäche leiden, signalisieren Analysten und Wettbewerbsdaten eine bemerkenswerte Stärke im Schmuckgeschäft. Die Konzentration auf „Hard Luxury“ erweist sich in diesem Marktumfeld als entscheidender Vorteil.
- Kursziel bestätigt: JP Morgan sieht Potenzial bis 200 CHF.
- Sektortrend: Schmucksparten wachsen deutlich schneller als Mode.
- Kostenkontrolle: Hoher Goldpreis gilt als beherrschbar.
Analysten sehen signifikantes Aufwärtspotenzial
Die US-Bank JP Morgan hat heute ihre Kaufempfehlung für Richemont bekräftigt. Analystin Chiara Battistini belässt das Kursziel unverändert bei 200 Schweizer Franken (CHF). Beim aktuellen Kurs von rund 160,78 CHF trauen die Experten dem Titel damit einen weiteren Sprung von etwa 24 Prozent zu.
Die Analysten honorieren damit die bisherige Jahresentwicklung von über fünf Prozent Plus. Die Bestätigung unterstreicht die Erwartung, dass der Konzern seine Bewertung trotz des bereits erfolgten Anstiegs weiter steigern kann.
Schmuck schlägt Mode im Sektorvergleich
Wichtige Impulse lieferten gestern die Zahlen des Konkurrenten Kering. Obwohl der französische Gigant mit einem massiven Gewinneinbruch in seiner Modesparte kämpft, stach das Schmucksegment positiv hervor. Marken wie Boucheron erzielten zweistellige Zuwachsraten.
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Diese Entwicklung stützt die These für Richemont, dessen Kernmarken Cartier und Van Cleef & Arpels fast ausschließlich im robusten Schmuckmarkt agieren. Kann der Konzern diese Divergenz dauerhaft nutzen, um sich vom volatilen Modemarkt abzukoppeln? Während Marken im Bereich „Quiet Luxury“ mit der Schwäche in China ringen, scheint die Preissetzungsmacht bei exklusiven Juwelen ungebrochen.
Goldpreis als kalkulierbares Risiko
Der jüngste Anstieg des Goldpreises auf über 5.050 US-Dollar pro Unze sorgt am Markt für Diskussionen über die Margen. Das Analysehaus Bernstein stufte die steigenden Kosten gestern jedoch als „handhabbar“ ein. Richemont verfügt offenbar über genügend Markenstärke, um höhere Rohstoffkosten über Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben.
Die relative Stärke gegenüber breit aufgestellten Luxus-Konglomeraten verfestigt sich durch die Robustheit des Schmuckmarktes. In den kommenden Quartalen wird das Erreichen des Kursziels von 200 CHF vor allem davon abhängen, ob die Nachfrage nach „Hard Luxury“ das schwache Abschneiden der globalen Modebranche weiterhin kompensieren kann.
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