Rigetti Aktie: Warnsignale häufen sich

Ein Vorstandsmitglied verkaufte massiv Aktien, während der Start des Flaggschiff-Quantencomputers verschoben wurde. Diese Doppelbelastung drückt auf das Anlegervertrauen.

Kurz zusammengefasst:
  • Massiver Aktienverkauf durch Vorstandsmitglied
  • Verschiebung des 108-Qubit-Flaggschiffsystems
  • Aktienkurs reagiert mit deutlichem Verlust
  • Solide Liquidität trotz Umsatzenttäuschung

Der Quantencomputing-Spezialist Rigetti Computing steht aktuell unter erheblichem Druck. Innerhalb einer Woche musste das Unternehmen gleich zwei negative Entwicklungen verkraften: Einen massiven Aktienverkauf durch ein hochrangiges Vorstandsmitglied und die gleichzeitige Verschiebung des wichtigsten technologischen Meilensteins. Diese Kombination aus internen Zweifeln und operativen Verzögerungen drückt auf die Stimmung der Anleger.

Insider zieht Reißleine

Ein besonders kritisches Signal für den Markt sendet der jüngste Insider-Verkauf. Dr. Alissa Fitzgerald, Mitglied des Board of Directors, veräußerte am 2. Januar Aktien im Wert von rund 1,3 Millionen Dollar. Brisant ist dabei vor allem die relative Größe der Transaktion: Fitzgerald reduzierte ihren direkten Bestand um mehr als 63 Prozent auf nur noch knapp 35.000 Anteile. Solche umfangreichen Verkäufe durch Führungskräfte sorgen an der Wall Street oft für Skepsis, da sie häufig als mangelnde Überzeugung in das kurzfristige Wachstumspotenzial des eigenen Unternehmens interpretiert werden.

Rigetti

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Technologischer Rückschlag

Zusätzlich zu den Insider-Verkäufen belastet die offizielle Bestätigung einer Produktverzögerung die Aktie. Der Start des 108-Qubit-Systems Cepheus-1-108Q, das als Flaggschiff der neuen Generation gilt, wurde auf das Ende des ersten Quartals 2026 verschoben.

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Das Management begründet diesen Schritt mit notwendigen Optimierungen an den sogenannten „tunable couplers“ (abstimmbaren Kopplern), um die angepeilten hohen Qualitätsstandards zu gewährleisten. In einem Sektor, in dem die Entwicklungsgeschwindigkeit entscheidend für die Wettbewerbsposition ist, wiegt diese Verschiebung schwer. Investoren wägen nun ab, ob es sich lediglich um vorsichtige Qualitätssicherung oder um tiefgreifendere technische Hürden handelt.

Solide Bilanz trifft auf Realität

Die Reaktion am Markt folgte prompt: Die Aktie verlor am Freitag 2,1 Prozent und schloss bei 24,72 Dollar. Fundamental steht das Unternehmen vor einem Spagat. Zwar enttäuschte der Umsatz im dritten Quartal 2025 mit nur 1,95 Millionen Dollar, doch die Bilanz ist solide. Dank Optionsausübungen verfügte Rigetti im November über rund 600 Millionen Dollar an liquiden Mitteln.

Für den weiteren Kursverlauf ist nun entscheidend, ob Rigetti den neuen Zeitplan für Cepheus im ersten Quartal 2026 verlässlich einhalten kann. Nur eine erfolgreiche Markteinführung ohne weitere Verzögerungen dürfte ausreichen, um das durch den massiven Insider-Verkauf angekratzte Vertrauen der Investoren wiederherzustellen und die Bewertungsszenarien der Analysten, die Ende 2025 noch mehrheitlich optimistisch waren, zu untermauern.

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