Rio Tinto Aktie: Aluminium trifft KI-Infrastruktur

Rio Tinto liefert mit seiner ELYSIS-Technologie CO₂-freies Aluminium für Kabel in Rechenzentren und erschließt so ein Segment mit hohem Wachstum. Der Konzern baut seine Rohstoffbasis für die Energiewende weiter aus.

Kurz zusammengefasst:
  • Partnerschaft mit Prysmian für Kabel in Rechenzentren
  • ELYSIS-Technologie eliminiert direkte CO₂-Emissionen
  • Rechenzentren als stark wachsender Absatzmarkt
  • Ausbau der Aluminium- und Spurenmetall-Produktion

Rio Tinto bringt seine emissionsfreie Aluminiumtechnologie in eines der wachstumsstärksten Segmente der Weltwirtschaft: Rechenzentren. Die Partnerschaft mit dem italienischen Kabelkonzern Prysmian zeigt, wie der Bergbauriese seinen Rohstoffausstoß mit dem Dekarbonisierungsdruck der Tech-Industrie verknüpft.

ELYSIS: Aluminium ohne Treibhausgase

Kern der Zusammenarbeit ist Rio Tintos ELYSIS-Technologie, die den Aluminiumschmelzprozess vollständig von direkten Treibhausgasemissionen befreit — als Nebenprodukt entsteht Sauerstoff statt CO₂. In einem industriellen Testlauf stellte Rio Tinto Aluminiumstangen her, die sowohl aus dem wasserkraftbetriebenen Alma-Schmelzwerk in Quebec als auch aus ELYSIS-Produktion stammen. Prysmian verarbeitet dieses Material zu Kabeln für Rechenzentren.

Rio Tinto

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Die Kooperation basiert auf einem Fünfjahres-Liefervertrag, den beide Unternehmen im Oktober 2023 unterzeichnet haben. Neben der Kabelproduktion arbeiten die Partner gemeinsam an Recyclinginitiativen, Produktkreisläufen und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette.

Wachstumsmarkt mit klaren Zahlen

Der Zeitpunkt ist strategisch gewählt. Laut dem Marktanalysten CRU entfielen 2025 bereits rund 7 % der gesamten nordamerikanischen Kabelnachfrage auf Rechenzentren — mit einem erwarteten jährlichen Wachstum von etwa 17 % zwischen 2026 und 2030. Aluminium gewinnt dabei gegenüber Kupfer an Boden, weil Rechenzentrumsbetreiber zunehmend auf kosteneffizientere Lösungen für die Stromverteilung setzen.

ELYSIS-Aluminium ist allerdings noch nicht in großen Mengen verfügbar. Die industrielle Skalierung läuft, und Prysmian bekennt sich ausdrücklich dazu, in die Technologie zu investieren, auch solange die Produktionskapazitäten noch begrenzt sind.

Aluminium als Teil einer breiteren Rohstoffstrategie

Die Prysmian-Partnerschaft steht nicht für sich allein. Rio Tinto baut seine Aluminiumsparte systematisch aus: Im Januar 2026 erwarb das Unternehmen gemeinsam mit dem chinesischen Staatskonzern Chalco eine Mehrheitsbeteiligung am brasilianischen Aluminiumproduzenten CBA — Rio Tintos Anteil beträgt 33 %. Parallel dazu läuft in Quebec ein Projekt zur Gewinnung von Gallium aus dem Aluminiumraffinierungsprozess; nach erfolgreicher Erstextraktion im Mai 2025 soll nun eine Pilotanlage gebaut werden, die bis zu 40 Tonnen jährlich produzieren könnte — rund 5 % der aktuellen Weltproduktion.

Auf Konzernebene laufen weitere Großprojekte: Das Lithiumprojekt Rincon in Argentinien wird mit einem Finanzierungspaket von 1,175 Milliarden US-Dollar vorangetrieben, und die Kupfermine Oyu Tolgoi in der Mongolei soll bis 2030 zur viertgrößten der Welt aufsteigen — auch wenn die mongolische Regierung derzeit eine Neuverhandlung der Erlösbeteiligung fordert.

Operativ liefert Rio Tinto solide: Die Kupferäquivalentproduktion stieg um 8 %, das bereinigte EBITDA legte um 9 % auf 25,4 Milliarden US-Dollar zu. Die Aktie notiert aktuell rund 9 % unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 85,60 Euro, hat aber seit April 2025 deutlich zugelegt.

Mit emissionsfreiem Aluminium für Rechenzentren, Gallium aus der eigenen Raffinerie und einer wachsenden Kupfer- und Lithiumbasis positioniert sich Rio Tinto als Materiallieferant der Energiewende — und macht aus einem klassischen Industriesegment ein Wachstumsgeschäft.

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