Rio Tinto: Resolution Copper 40 Milliarden Pfund freigeschaltet
Bergbaukonzern Rio Tinto meldet Produktionsplus und sichert sich Zugriff auf riesiges Kupfervorkommen in den USA.

Kurz zusammengefasst
- Kupferäquivalent-Produktion um neun Prozent gestiegen
- Rechtsstreit um Arizona-Kupfermine beigelegt
- Erste Simandou-Eisenerzlieferung in China
- Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch
Rio Tinto hat eine entscheidende Woche hinter sich. Der Bergbaukonzern liefert nicht nur starke Produktionszahlen. In den USA endet ein jahrelanger Rechtsstreit um eines der größten Kupfervorkommen der Welt. Zeitgleich fließen die ersten Einnahmen aus dem afrikanischen Simandou-Projekt.
Starkes Quartal trotz Wetterkapriolen
Die Produktion im ersten Quartal lief auf Hochtouren. Der Ausstoß von Kupferäquivalenten stieg um neun Prozent. Besonders die Eisenerzförderung in der australischen Pilbara-Region glänzte mit einem Plus von 13 Prozent. Das ist das zweitbeste Auftaktquartal seit acht Jahren.
Tropische Wirbelstürme bremsten zwar die Verschiffung. Rund acht Millionen Tonnen Eisenerz blieben in den Häfen liegen. Rio Tinto hält dennoch an der Jahresprognose fest. Das Management plant, die Rückstände in den kommenden Monaten aufzuholen.
Durchbruch in Arizona und Guinea
Der strategisch wichtigste Erfolg gelang in Arizona. Rio Tinto und Partner BHP haben Land mit der US-Forstbehörde getauscht. Damit sichert sich das Konsortium den Zugriff auf rund 40 Milliarden Pfund Kupfer. Ein US-Berufungsgericht hatte zuvor letzte Klagen gegen den Transfer abgewiesen. Die Folge: Der Weg für das Resolution-Projekt ist nun frei.
Der Konzern investiert dort in den nächsten zwei Jahren rund 500 Millionen US-Dollar. Parallel dazu feiert Rio Tinto in Guinea einen Meilenstein. Die erste kommerzielle Lieferung von hochgradigem Eisenerz aus dem Simandou-Projekt erreichte im April chinesische Stahlkocher.
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Schattenseiten und Marktreaktion
Tragische Unfälle überschatten die Bilanz. Nach tödlichen Vorfällen in Simandou und Kennecott stoppte das Unternehmen die dortigen Arbeiten vorübergehend. Seit Mitte April laufen die Anlagen schrittweise wieder an. Ein weiteres Risiko birgt der Nahe Osten. Rio Tinto verbraucht jährlich riesige Mengen Diesel. Steigende Treibstoffkosten belasten bereits jetzt die Margen.
An der Börse feiern Investoren das operative Wachstum. Die Aktie notierte am Freitag bei 104,58 Euro und damit nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein massives Plus von 92 Prozent auf der Anzeigetafel. Analysten bewerten die Lage unterschiedlich. JPMorgan hob das Kursziel kürzlich an, während RBC Capital seine Schätzungen leicht senkte.
Der Fokus richtet sich nun auf die Hauptversammlung am 6. Mai. Dort wird das Management erklären müssen, wie es die wetterbedingten Lieferausfälle im zweiten Quartal aufholt. Zudem rückt die Preisentwicklung bei Diesel in den Mittelpunkt, falls sich die geopolitische Lage weiter zuspitzt.
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