Roche Aktie: Zahlen ohne Überraschung
Der Umsatz stieg währungsbereinigt um sechs Prozent; Roche hält an den Jahreszielen und der angestrebten Dividendenerhöhung fest.

Kurz zusammengefasst
- Neunmonatsumsatz erreicht 46,5 Milliarden Franken
- Pharmaerlöse steigen um zwei Prozent
- Diagnostikumsatz bleibt auf Vorjahresniveau
- Aktie verliert 0,2 Prozent
Roche liefert, was erwartet wurde, und mehr nicht. Nach neun Monaten steht ein Umsatz von 46,5 Milliarden Franken in den Büchern, die Jahresziele hat der Konzern bestätigt. Die Aktie gab daraufhin leicht nach, nachdem sie zuletzt kräftig gelaufen war.
Franken bremst, dann hilft er
In Schweizer Franken wuchs der Umsatz um ein Prozent, zu konstanten Wechselkursen um sechs Prozent. Die Währung drückte vor allem im ersten Quartal deutlich auf das Ergebnis. Im dritten Quartal drehte der Effekt mit plus einem Prozent erstmals leicht ins Positive.
Die eigenen Vorgaben auf Basis konstanter Wechselkurse erfüllte Roche, die Analystenschätzungen übertraf der Konzern größtenteils. Gewinnzahlen legt das Unternehmen zu diesem Termin nicht vor.
Pharma wächst, Diagnostik stabilisiert sich
Die Pharmasparte setzte 36,2 Milliarden Franken um, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die fünf wichtigsten Wachstumstreiber Xolair, Hemlibra, Ocrevus, Phesgo und Vabysmo steuerten zusammen 16,8 Milliarden bei. Produkte mit abgelaufenen Patenten wie Avastin oder Herceptin verloren dagegen rund 0,6 Milliarden Franken.
Die Diagnostik erreichte 10,3 Milliarden Franken und damit den Vorjahreswert. Der belastende Effekt der Preisreform in China hat spürbar nachgelassen. Im ersten Quartal waren die Erlöse hier noch um sieben Prozent gefallen.
Konzernchef Thomas Schinecker verwies auf eine klar verbesserte Forschungseffizienz. Dazu trage das Auswahlverfahren „The Bar“ bei, das Roche Ende 2023 eingeführt hat. Wirkstoffkandidaten müssen seitdem feste Kriterien erfüllen, um weiterentwickelt zu werden.
Kursreaktion und Prognose
Die Aktie verlor zuletzt 0,2 Prozent auf 396,20 Franken. Händler hatten vor Gewinnmitnahmen gewarnt, falls die Zahlen nach dem Anstieg der vergangenen Tage nicht klar positiv überraschen. Genau das trat ein. Seit dem Korrekturtief Anfang Juni zeigt das Papier sich dennoch stark, gestützt von Projektnachrichten und mehreren positiven Analysteneinschätzungen.
Für das Gesamtjahr bleibt der Ausblick unverändert. Der Umsatz soll zu konstanten Wechselkursen im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen, der Kerngewinn je Aktie im hohen einstelligen Bereich. Roche strebt weiterhin eine höhere Dividende in Franken an.
Die nächsten Kurstreiber stehen fest im Kalender. Ende November und Mitte Dezember entscheidet die US-Gesundheitsbehörde FDA über das Brustkrebsmittel Giredestrant. Im Frühjahr 2027 folgt der Entscheid zu Fenebrutinib gegen multiple Sklerose.
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