Rocket Lab: 2,2 Milliarden Auftragsvolumen nach Großauftrag
Rocket Lab erreicht neues Allzeithoch dank Großauftrag für Neutron-Raketen und überraschend starkem Quartalsumsatz.

Kurz zusammengefasst
- Kurssprung von über 34 Prozent
- Größter Einzelauftrag der Firmengeschichte
- Quartalsumsatz über 200 Millionen USD
- Ausbau des Rüstungsgeschäfts mit Raytheon
Ein Kurssprung von über 34 Prozent an einem einzigen Handelstag — das ist selbst für volatile Raumfahrtaktien außergewöhnlich. Rocket Lab schloss den Freitag bei 105,47 USD, einem neuen Allzeithoch, getrieben von einem historischen Vertragsabschluss und starken Quartalszahlen. Kein Wunder, dass Anleger nervös auf den Wochenstart blicken.
Der größte Auftrag der Unternehmensgeschichte
Den Ausschlag gab ein Vertrag, der am Donnerstagabend bekannt wurde. Ein namentlich nicht genannter Kunde bestellte fünf Neutron-Starts und drei Electron-Starts für den Zeitraum 2026 bis 2029. Der Deal ist der größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte.
Das Auftragsvolumen wächst damit auf über 2,2 Milliarden USD. Der Auftragsbestand umfasst nun mehr als 70 Missionen. Auffällig: Rocket Lab hat in den ersten drei Monaten 2026 mehr Starts verkauft als im gesamten Jahr 2025.
Neutron im Mittelpunkt — und unter Beobachtung
Der neue Großauftrag rückt die Neutron-Rakete ins Zentrum. Der erste Start ist für Q4 2026 geplant. Das Analysehaus CFRA bekräftigte sein „Strong Buy“-Rating und hob das Kursziel von 80 auf 100 USD an — knapp unterhalb des aktuellen Kurses.
Das Management betonte, man räume keine Preisabschläge ein, um den Auftragsbestand zu füllen. Ein Rückschlag beim Haupttank der ersten Stufe ist bekannt. Ob dieser die Zeitplanung gefährdet, bleibt offen.
Rüstungsgeschäft wächst
Parallel zum kommerziellen Rekord vertieft Rocket Lab seine Präsenz im Verteidigungssektor. Gemeinsam mit Raytheon wurde das Unternehmen für das Space Based Interceptor-Programm der U.S. Space Force ausgewählt. Es handelt sich um einen Demonstrationsauftrag, keine Beschaffungsentscheidung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rocket Lab USA?
Hinzu kommt ein 30-Millionen-USD-Vertrag mit Anduril für Hyperschall-Missionen vom Typ HASTE. Diese machen inzwischen fast ein Drittel des gesamten Startportfolios aus.
Zahlen und Ausblick übertreffen Erwartungen
Der Quartalsumsatz überstieg erstmals die Marke von 200 Millionen USD. Für Q2 erwartet das Unternehmen zwischen 225 und 240 Millionen USD — der Analystenkonsens lag bei rund 205 Millionen USD. Die Liquidität beläuft sich auf über 2 Milliarden USD.
Der Kurs hat sich binnen zwölf Monaten mehr als verfünffacht. Auf Sicht von 30 Tagen liegt das Plus bei knapp 53 Prozent.
Was die neue Woche bringt
Der Median der Kursziele von 23 Wall-Street-Analysten lag zuletzt bei 88,88 USD — bereits deutlich unter dem aktuellen Kurs. Nach dem Sprung über 105 USD dürften in den kommenden Tagen Zielkorrekturen nach oben folgen.
Gleichzeitig sind die Margen weiterhin negativ, die Bewertung ambitioniert. Entscheidend für die Glaubwürdigkeit des Neutron-Zeitplans werden konkrete Updates zum Tankproblem und zur Startanlagenbereitschaft in Virginia sein. Bleiben diese aus, könnte die Euphorie schnell einer nüchterneren Neubewertung weichen.
Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 10. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rocket Lab USA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...