Rocket Lab: 44 Prozent Minus trotz Pentagon-Pool
Rocket Lab wird Teil eines milliardenschweren US-Militärprogramms. Trotz jüngster Kursverluste von 44 Prozent wächst die strategische Bedeutung des Raumfahrtunternehmens.

Kurz zusammengefasst
- Aufnahme in milliardenschweren Militär-Pool
- Rekordstart für Space Force in 17 Stunden
- NASA bucht drei Raketen für Wissenschaftsmissionen
- Chart zeigt Unterstützung bei 76 US-Dollar
Die Auftragsbücher sind voll, die Raketen fliegen in Rekordzeit. Trotzdem hat die Rocket Lab Aktie in den letzten 30 Tagen fast 44 Prozent an Wert verloren. Jetzt rückt ein lukratives Pentagon-Programm in den Fokus. Das könnte die Stimmung drehen.
Milliarden-Pool der Space Force
Regierungsdokumente listen Rocket Lab als Teil eines milliardenschweren Lieferanten-Pools des US-Militärs. Es geht um das Programm SB-AMTI. Dieses soll ein weltraumgestütztes Sensornetzwerk aufbauen. Den ersten Großauftrag über gut vier Milliarden US-Dollar sicherte sich zwar SpaceX. Die Space Force will sich aber nicht auf einen einzigen Anbieter verlassen.
Für Rocket Lab bedeutet das einen strategischen Sprung. Der Konzern wandelt sich vom reinen Raketenbauer zum festen Bestandteil der US-Sicherheitsinfrastruktur. Parallel dazu liefert das Unternehmen operativ ab. Erst kürzlich brachte Rocket Lab die VICTUS-HAZE-Mission der Space Force ins All. Zwischen Abruf und Start vergingen nicht einmal 17 Stunden. Ein neuer Rekord für schnelle Weltraumeinsätze.
Volle Auftragsbücher
Auch zivile Kunden greifen zu. Die NASA buchte drei Electron-Raketen für Wissenschaftsmissionen ab 2027. Im kommerziellen Sektor absolvierte Rocket Lab gerade einen weiteren Start für den Satellitenbetreiber Synspective. Bis zum Ende des Jahrzehnts stehen hier 17 weitere Flüge im Kalender.
Härtetest am Chart
Seit Ende Juni notiert Rocket Lab im Nasdaq-100. Diese höhere Sichtbarkeit verhinderte den jüngsten Kursrutsch jedoch nicht. Am Freitag schloss das Papier bei 84,54 US-Dollar. Trotz des massiven Einbruchs der letzten Wochen bleibt auf Jahressicht ein Plus von 134 Prozent.
Technisch ist die Lage angespannt. Die extrem hohe Volatilität von fast 99 Prozent zeigt die Nervosität der Investoren. Jetzt kommt es auf die 200-Tage-Linie bei 76,30 US-Dollar an. Hält diese Unterstützung, bleibt der langfristige Aufwärtstrend intakt. Bricht sie, droht trotz der starken Auftragslage eine Fortsetzung der Korrektur.
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