Rocket Lab Aktie: 190-Millionen-Auftrag für Haste
Rocket Lab verzeichnet trotz Rekordauftragsbestand und neuen Pentagon-Verträgen einen deutlichen Kursrückgang von über acht Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Besuch des Space Force Generals
- 190-Millionen-Dollar Pentagon-Auftrag
- Tausendstes Rutherford-Triebwerk produziert
- Kursziel von Stifel auf 132 Dollar erhöht
Besuch eines Generals, ein Produktionsmeilenstein und ein frisches Kursziel von der Wall Street — und trotzdem verliert die Aktie an einem einzigen Tag mehr als acht Prozent. Bei Rocket Lab klaffen operative Stärke und Kursentwicklung gerade weit auseinander.
Space Force setzt auf Rocket Lab
Am Donnerstag empfing Rocket Lab General Chance Saltzman, den Chef der U.S. Space Force. Das Unternehmen nutzte den Besuch, um seine Rolle in der amerikanischen Verteidigungsarchitektur zu unterstreichen. Rocket Lab spricht von einer „zentralen Rolle“ beim Schutz des „ultimativen Hochlands“ — gemeint ist der Weltraum.
Hinter dieser Rhetorik stecken konkrete Verträge. Das Pentagon vergab einen 190-Millionen-Dollar-Auftrag für hypersonische Starts im Rahmen des Haste-Programms. Dazu kommt eine Partnerschaft mit dem Rüstungstechnologieunternehmen Anduril für nationale Sicherheitsmissionen. Das geplante Golden-Dome-Raketenabwehrsystem könnte weiteres Auftragsvolumen bringen.
1.000 Triebwerke und ein Rekordauftragsbestand
Parallel dazu lief das tausendste Rutherford-Triebwerk vom Band. Es ist das Herzstück der Electron-Rakete und ein Zeichen für die Fertigungstiefe des Unternehmens. Der Auftragsbestand liegt bei 2,2 Milliarden Dollar — ein Rekordwert.
Das Quartalsergebnis passte ins Bild. Der Umsatz erreichte 200 Millionen Dollar und übertraf die Konsensschätzungen. Beim Ergebnis je Aktie traf Rocket Lab die Erwartungen exakt.
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Kurskorrektur nach starkem Lauf
Stifel erhöhte das Kursziel auf 132 Dollar und begründete das mit Wachstum und solider Umsetzung. Trotzdem schloss die Aktie am Freitag bei 110,08 Dollar — ein Minus von 8,23 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich der Rückgang auf knapp 23 Prozent.
Das relativiert sich mit etwas Abstand. Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei rund 45 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht hat sich der Kurs mehr als vervierfacht. Vom 52-Wochen-Hoch bei 151 Dollar, erreicht Ende Mai, ist die Aktie aktuell gut 27 Prozent entfernt.
Der Rücksetzer trifft ein Unternehmen, das operativ liefert. Die Neutron-Rakete — Rocket Labs wiederverwendbares Großprojekt — soll noch in diesem Jahr erstmals starten. Das wird der nächste echte Belastungstest für die Bewertung.
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