Rocket Lab Aktie: 55-Millionen-Potenzial enthüllt
Rocket Lab erweitert sein Portfolio mit einem neuen elektrischen Antriebssystem und der Übernahme von Mynaric. Das Gauss-Triebwerk könnte bei voller Auslastung 55 Millionen Dollar Jahresumsatz generieren.

Kurz zusammengefasst
- Neues elektrisches Triebwerk für Satelliten vorgestellt
- Potenzial für 55 Millionen Dollar Jahresumsatz
- Übernahme des deutschen Spezialisten Mynaric abgeschlossen
- Vertikale Integration als strategisches Ziel
Rocket Lab hat am 14. April gleich zwei Meldungen in die Welt gesetzt, die das Unternehmen strategisch neu positionieren. Neben dem offiziellen Abschluss der Mynaric-Übernahme präsentierte der Konzern am Space Symposium in Colorado Springs seinen neuen „Gauss“ Hall-Effekt-Triebwerk — und lieferte damit einen konkreten Ausblick auf eine neue Einnahmequelle.
Neues Triebwerk, neue Umsatzquelle
Der Gauss-Antrieb ist ein elektrisches Antriebssystem, das auf Xenon oder Krypton als Treibstoff setzt und gegenüber chemischen Systemen einen deutlich höheren spezifischen Impuls bietet — entscheidend für Stationshaltung in großen Satellitenkonstellationen und Langzeitmissionen. Die Fertigungslinie ist auf über 200 Einheiten pro Jahr ausgelegt.
Was das finanziell bedeutet: Bei einem Stückpreis von rund 275.000 US-Dollar könnte die voll ausgelastete Produktionslinie mindestens 55 Millionen Dollar Jahresumsatz generieren. CEO Peter Beck sieht das System als Antwort auf Engpässe in der Satelliten-Lieferkette — Rocket Lab will Kunden verbindliche Liefertermine garantieren, was in einem Markt mit wachsenden Konstellationsprojekten ein echtes Differenzierungsmerkmal ist. Das System ist ITAR/EAR-frei konzipiert, was den internationalen Vertrieb ohne US-Exportbeschränkungen ermöglicht.
Mynaric-Deal: Europäischer Brückenkopf gesichert
Parallel dazu schloss Rocket Lab die Übernahme des deutschen Laserkommunikations-Spezialisten Mynaric AG ab. Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 155,3 Millionen US-Dollar, bezahlt in einer Kombination aus Barmitteln und rund 2,28 Millionen Rocket-Lab-Aktien. Die Transaktion erhielt zuvor grünes Licht vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
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Mynarics CONDOR-Mk3-Terminals werden in die 36 Satelliten integriert, die Rocket Lab im Rahmen seines 1,3-Milliarden-Dollar-Vertrags mit der Space Development Agency baut. In München entsteht nun Rocket Labs erster europäischer Hauptsitz — als Produktionszentrum für Laserterminals.
Marktumfeld bleibt turbulent
Die Aktie legte am 14. April um 3,78 Prozent auf rund 72,22 Dollar zu und notiert aktuell bei 73,01 Dollar, was einer Marktkapitalisierung von 41,1 Milliarden Dollar entspricht. Das Umfeld ist dabei alles andere als ruhig: Amazon kündigte am selben Tag die Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar für 11,57 Milliarden Dollar an, um SpaceX Starlink Konkurrenz zu machen. SpaceX selbst absolvierte am 14. April bereits seine 37. Mission des Jahres.
Rocket Labs Strategie der vertikalen Integration — eigene Raketen, Satellitenplattformen, Triebwerke und nun Laserkommunikation — zielt darauf ab, in einem Markt mit projiziertem Gesamtvolumen von 200 Milliarden Dollar möglichst viele Wertschöpfungsstufen selbst zu besetzen. Mit dem Gauss-Triebwerk und dem Mynaric-Portfolio hat das Unternehmen sein Angebot für Regierungs- und Kommerzkundschaft spürbar verbreitert — ob die Produktionslinie tatsächlich ausgelastet wird, entscheidet sich an den kommenden SDA-Ausschreibungsrunden.
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