Rocket Lab Aktie: Aufträge, Kapital, Aufstieg
Rocket Lab verzeichnet einen Rekord-Auftragsbestand über zwei Milliarden Dollar, während institutionelle Investoren ihre Positionen massiv ausbauen und Analysten die Kursziele erhöhen.

Kurz zusammengefasst
- Baillie Gifford erhöht Anteil um 47 Prozent
- Verträge für 20 Hyperschall-Testflüge unterzeichnet
- Übernahme von Mynaric erhält grünes Licht
- Langfristige Partnerschaft mit iQPS ausgebaut
Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen aus, Analysten erhöhen ihre Kursziele, und der Auftragsbestand überschreitet erstmals die Zwei-Milliarden-Dollar-Marke. Bei Rocket Lab verdichten sich gerade mehrere Entwicklungen gleichzeitig — und das Bild, das dabei entsteht, ist das eines Unternehmens, das den Sprung vom Wachstumsversprechen zur planbaren Größe angeht.
Baillie Gifford stockt massiv auf
Der schottische Vermögensverwalter Baillie Gifford hat seinen Anteil an Rocket Lab im vierten Quartal um 47,2 Prozent erhöht und hält nun rund 17,85 Millionen Aktien im Wert von etwa 1,25 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 3,34 Prozent aller ausstehenden Aktien. Bereits im dritten Quartal hatte Baillie Gifford seine Position um 176 Prozent ausgebaut — die erneute Aufstockung unterstreicht, dass es sich nicht um eine taktische Wette handelt, sondern um eine strategische Überzeugung.
Baillie Gifford ist bekannt für seinen langfristigen Wachstumsstil. Rocket Lab belegt mittlerweile Platz 22 im Portfolio des Managers.
Auf Analystenebene zeigt sich ein ähnliches Bild. Citizens JMP stufte die Aktie Anfang April auf „Outperform“ hoch und setzte ein Kursziel von 85 US-Dollar. Cantor Fitzgerald bestätigte ebenfalls ein Kursziel von 85 Dollar mit einer „Overweight“-Einstufung. Von insgesamt 17 Analysten vergeben zehn ein Kauf- oder Starkauf-Rating.
Wiederkehrende Umsätze statt Einmalkunden
Ein zentraler Baustein der Wachstumsstory ist die Partnerschaft mit dem japanischen Radarsatelliten-Betreiber iQPS. Am 9. April 2026 gab Rocket Lab bekannt, drei weitere dedizierte Electron-Starts für iQPS ab 2028 vom Startplatz in Neuseeland vertraglich gesichert zu haben. Damit steigt die Gesamtzahl der vereinbarten Missionen für iQPS auf 15 — sieben davon wurden seit 2023 bereits mit einer Erfolgsquote von 100 Prozent durchgeführt.
Das Modell dahinter ist aufschlussreich: Statt viele Einzelkunden zu akquirieren, baut Rocket Lab mit einem Betreiber über Jahre hinweg eine wiederkehrende Umsatzbasis auf. Genau diese Planbarkeit ist es, die ein Raumfahrtunternehmen für institutionelle Investoren interessant macht. Der nächste iQPS-Start ist für Mai 2026 geplant.
Auftragsbestand und Mynaric-Übernahme
Zum wachsenden Auftragsbestand trägt auch ein 190-Millionen-Dollar-Vertrag bei: Rocket Lab wird im Rahmen des MACH-TB-2.0-Programms 20 Hyperschall-Testflüge über vier Jahre durchführen — der bislang größte Startvertrag des Unternehmens. Im ersten Quartal 2026 verkaufte Rocket Lab 28 Starts und erreichte damit nahezu das Volumen des gesamten Jahres 2025.
Parallel dazu hat das Unternehmen die regulatorische Freigabe des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für die Übernahme des Münchner Laserkommunikations-Spezialisten Mynaric erhalten. Der Abschluss der Transaktion wird noch im April 2026 erwartet. Mynaric bleibt in München ansässig und bildet damit Rocket Labs ersten europäischen Standort. Die Übernahme bringt optische Kommunikationsterminals ins Haus — eine Technologie, die für einen Satellitenproduktionsvertrag der US Space Development Agency im Wert von 1,3 Milliarden Dollar relevant ist.
Aktuell notiert die Aktie bei 68,05 US-Dollar und liegt damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 99,58 Dollar. Der Abstand zum Höchststand ist real — aber mit einem Auftragsbestand von über zwei Milliarden Dollar, einer wachsenden institutionellen Basis und dem bevorstehenden Mynaric-Abschluss hat das Unternehmen die Grundlage gelegt, diesen Abstand schrittweise zu verringern.
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