Rocket Lab Aktie: IMM Apex erreicht 31,5 Prozent Effizienz

Rocket Lab setzt auf eine germaniumfreie Solarzelle, während ARK Invest nachkauft. Analysten bleiben trotz Quartalsbelastung überwiegend positiv.

Redaktion Stock-World ·
Hochmoderne Solarzellen-Technologie in einem sterilen, industriellen Umfeld mit Fokus auf Effizienz und Luft- und Raumfahrt. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • IMM Apex erreicht 31,5 Prozent Effizienz
  • Solarzelle kommt ohne Germanium aus
  • ARK Invest kauft weitere Rocket-Lab-Aktien
  • Analysten sehen weiterhin Aufwärtspotenzial

Rocket Lab kommt nicht zur Ruhe. Nach einem deutlichen Rücksetzer am Mittwoch meldete sich die Aktie am Donnerstag mit vorbörslichen Gewinnen zurück – getrieben von einer technologischen Neuheit und weiteren Zukäufen eines prominenten Investors. Der Schlusskurs vom Mittwoch lag bei 54,30 Euro, nach einem Tagesverlust von 4,2 Prozent.

Solarzelle ohne Germanium als Befreiungsschlag

Im Zentrum der positiven Wende steht die neue Solarzelle IMM Apex, die Rocket Lab am Dienstag in Produktion brachte. Das Bauteil erreicht laut Unternehmensangaben eine Anfangseffizienz von 31,5 Prozent bei 40 Prozent geringerer Zellmasse – und kommt vollständig ohne Germanium aus. Das ist strategisch relevant: China hatte Germanium-Exporte zeitweise beschränkt, die Beschränkung ist zwar bis Ende November ausgesetzt, doch die Abhängigkeit der US-Raumfahrtindustrie von diesem Rohstoff bleibt ein Risikofaktor.

Rocket Lab positioniert die Zelle als direkten Ersatz für konventionelle Germanium-Zellen, deren Wirkungsgrad üblicherweise zwischen 28 und 32 Prozent liegt. Die zugrundeliegende IMM-Technologie ist nicht neu für das Unternehmen – sie kam bereits beim NASA-Marshubschrauber Ingenuity zum Einsatz und blickt auf mehr als zehn Jahre Orbiterfahrung zurück.

Parallel zur Produktankündigung stockte der Vermögensverwalter ARK Invest seine Position weiter auf. Über den ARKX-Fonds kaufte ARK rund 2.341 zusätzliche Rocket-Lab-Aktien, nachdem bereits zuvor über drei ETFs binnen zweier Tage rund 705.000 Aktien im Gegenwert von etwa 44,4 Millionen Dollar erworben worden waren. Solche Zukäufe signalisieren institutionelles Vertrauen, auch wenn sie den kurzfristigen Kursdruck nicht vollständig auffangen konnten.

Quartalszahlen als Belastungsfaktor

Der Kursrutsch vom Mittwoch war zu einem erheblichen Teil hausgemacht. Rocket Lab hatte Anfang August Zahlen vorgelegt, die den Konsens verfehlten: Der Verlust je Aktie lag bei minus 0,08 Dollar gegenüber erwarteten minus 0,06 Dollar, während der Umsatz mit 234,07 Millionen Dollar die Erwartungen von 231,62 Millionen Dollar leicht übertraf.

Der Auftragsbestand erreichte dennoch einen Rekordwert von 2,36 Milliarden Dollar. Zusätzlich belastete am Mittwoch eine branchenweite Abwärtsbewegung bei Raumfahrtaktien, ausgelöst durch den Ablauf einer Insider-Verkaufssperre bei SpaceX, in deren Sog auch AST SpaceMobile und Intuitive Machines nachgaben.

Der Kurs notiert derzeit rund 15 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 63,56 Euro und liegt etwa 59 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro.

Der RSI von 35,8 deutet auf eine überverkaufte Marktlage hin – ein Umstand, der die Attraktivität für nachkaufende Investoren wie ARK erklären könnte. Gleichzeitig liegt das Papier noch immer rund 67 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 32,60 Euro.

Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch

Trotz der jüngsten Volatilität stufen Analysten Rocket Lab überwiegend positiv ein. Der Konsens aus 13 Kaufempfehlungen, 5 Halteempfehlungen und einer Verkaufsempfehlung ergibt ein durchschnittliches Kursziel von 108,83 Dollar – ein deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber den zuletzt gehandelten Kursniveaus in den USA.

Rocket-Lab-Gründer und CEO Sir Peter Beck ordnete die langfristige Perspektive in einem Interview ein: Die Raumfahrtindustrie werde von derzeit rund 360 Milliarden Dollar auf prognostizierte 1,7 Billionen Dollar in fünf Jahren wachsen.

Rocket Lab sieht sich dabei als drittgrößten Nutzlast-Startanbieter hinter Blue Origin und SpaceX. Beck brachte die Strategie auf den Punkt: Man werde die Konkurrenten von Amazon und SpaceX preislich nie überbieten können, müsse sie stattdessen technologisch überlisten.

Für Anleger bleibt die Gemengelage ambivalent: Kurzfristiger Druck durch verfehlte Erwartungen und Branchenschwäche trifft auf langfristig positive Analystenerwartungen und institutionelles Nachkaufinteresse.

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Rocket Lab Aktie

68,21 USD

– 0,19 USD -0,28 %
KGV —
KUV 58,58
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 42,95 Mrd. USD
Ø Kursziel 109,15 USD
ISIN: US7731211089 WKN: A419CG

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