Rocket Lab Aktie: NASA wählt zwei Missionen
Trotz operativer Erfolge und neuer NASA-Missionen verliert die Rocket Lab Aktie massiv an Wert. Analysten bleiben optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert 44 Prozent im Monat
- NASA wählt Rocket Lab für zwei Missionen
- Zwölfter erfolgreicher Raketenstart 2026
- Quartalszahlen im August mit Spannung erwartet
Bei Rocket Lab klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Raumfahrtkonzern sammelt fleißig neue Regierungsaufträge ein und schickt Raketen im Rekordtempo ins All. An der Börse dominiert indes die Panik. Investoren flüchten in Scharen aus dem Papier.
Der jüngste Kursverfall fällt massiv aus. Allein im vergangenen Monat verlor das Papier fast 44 Prozent an Wert. Auf Wochensicht steht ein Minus von gut 22 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der Schlusskurs vom Freitag bei 72,70 Euro markiert einen herben Rückschlag. Vom Rekordhoch im Mai ist der Titel mittlerweile fast 46 Prozent entfernt. Immerhin rettet ein leichtes Plus von 2,5 Prozent zum Wochenausklang die Stimmung minimal.
Volle Auftragsbücher und NASA-Deals
Operativ läuft es rund. Rocket Lab brachte am Freitag erfolgreich einen weiteren Satelliten für das japanische Unternehmen Synspective in die Erdumlaufbahn. Es war bereits der zwölfte Start im Jahr 2026. Die Erfolgsquote der Mission liegt bei 100 Prozent.
Parallel dazu wächst das Geschäft mit der US-Regierung. Die Raumfahrtbehörde NASA hat das Unternehmen für zwei neue Missionen ausgewählt. Ab Anfang 2027 wird Rocket Lab drei Electron-Raketen für die Projekte PolSIR und TSIS-2 starten. Die hohe Zuverlässigkeit der Trägerraketen gab dabei den Ausschlag.
Analysten bleiben optimistisch
Marktbeobachter sehen den Ausverkauf gelassen. Die Investmentbank KeyBanc stufte die Aktie kürzlich auf „Overweight“ hoch. Das Kursziel liegt bei 135 US-Dollar. Die Experten verweisen auf die starke Marktposition nach dem jüngsten Sektor-Rücksetzer.
Der Blick richtet sich nun auf den August. Dann präsentiert das Management die Zahlen für das zweite Quartal. Die Prognosen fallen ambitioniert aus. Der Umsatz soll auf bis zu 240 Millionen US-Dollar steigen. Das entspräche einem Wachstum von 16 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Ein weiteres Puzzleteil bildet die neue Neutron-Rakete. Hier laufen derzeit wichtige Triebwerkstests. Verzögerungen bei diesem Projekt könnten die Stimmung allerdings schnell wieder kippen lassen. Ein beruhigendes Polster bietet derweil der Auftragsbestand von über 2,2 Milliarden US-Dollar.
Der Quartalsbericht im August liefert die nächsten harten Fakten zur Profitabilität. Hält das Unternehmen seine Margenziele von bis zu 40 Prozent ein, entzieht das den Bären wichtige Argumente. Ein starker Ausblick für die zweite Jahreshälfte rückt den Fokus der Investoren dann wieder auf das operative Geschäft.
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