Rocket Lab Aktie: Neutron im Fokus

Die Ankunft eines zentralen Raketenbauteils am Startplatz überlagert jüngste Testprobleme und stärkt den Glauben an den Fahrplan für die Neutron-Rakete.

Kurz zusammengefasst:
  • Zentrale Nutzlastverkleidung erreicht Startkomplex
  • Aktie zeigt starke Rally, aber überhitzte Kennzahlen
  • Analysten bewerten Chancen und Risiken sehr unterschiedlich
  • Nächste Quartalszahlen und Neutron-Update als Katalysatoren

Rocket Lab rückt mit seinem Neutron-Programm wieder in den Vordergrund. Nach einem Testproblem in der Vorwoche sorgt nun ein handfestes Fortschrittszeichen für neuen Schwung bei der Aktie. Entscheidend ist dabei weniger eine einzelne Kursbewegung als die Frage, ob das Unternehmen seinen ambitionierten Fahrplan für die neue Rakete halten kann.

Neutron-Programm setzt Signal

Auslöser der aktuellen Neubewertung ist die Ankunft der großen Nutzlastverkleidung – von Rocket Lab „Hungry Hippo“ getauft – am Startkomplex 3 im US-Bundesstaat Virginia. Dieses Bauteil ist zentral für den späteren operativen Einsatz der Neutron-Rakete und markiert einen klar sichtbaren Projektmeilenstein.

Rocket Lab USA

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Der Zeitpunkt ist brisant: Am 21. Januar war ein Neutron-Tank der ersten Stufe bei einem hydrostatischen Drucktest geplatzt. Solche Tests dienen dazu, strukturelle Belastungsgrenzen auszuloten, hatten aber zunächst für Verunsicherung gesorgt. Das Management stellte klar, dass ein Ersatztank bereits in Arbeit ist und der Vorfall Teil des Entwicklungsprozesses sei.

Mit der nun erfolgten Lieferung des „Hungry Hippo“ verschiebt sich der Fokus am Markt wieder stärker auf den operativen Fortschritt. Die Kombination aus erklärtem Standardtest und sichtbarer Hardware am Startplatz wird von Anlegern als Zeichen interpretiert, dass der Zeitplan für Neutron grundsätzlich intakt bleibt.

Technisches Bild: Starker Lauf, heiß gelaufen

Aus technischer Sicht präsentiert sich die Aktie nach einer beeindruckenden Rally sehr stark, aber auch überhitzt. Gestern schloss der Titel bei 87,00 US‑Dollar und liegt damit rund 72 % über dem 200‑Tage-Durchschnitt. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von gut 200 % zu Buche, zugleich notiert die Aktie aber knapp 10 % unter ihrem jüngsten 52‑Wochen-Hoch von 96,30 US‑Dollar.

Der 14‑Tage‑RSI von 85,1 signalisiert einen überkauften Zustand. Marktbeobachter dürften diese Kombination aus steilem Anstieg und hohem RSI als Hinweis sehen, dass kurzfristig Rücksetzer möglich sind, auch wenn der mittelfristige Aufwärtstrend intakt bleibt.

Breite Spanne bei Analystenzielen

Bei der Bewertung der Aktie klafft eine deutliche Lücke zwischen optimistischen und vorsichtigeren Häusern. Das spiegelt das hohe Chancen-Risiko-Profil der Raumfahrtbranche wider.

  • Bank of America hat ihr Kursziel für Rocket Lab zuletzt auf 120 US‑Dollar verdoppelt.
  • Morgan Stanley sieht die Aktie mit einem „Overweight“-Rating und einem Ziel von 105 US‑Dollar ebenfalls deutlich höher.
  • Goldman Sachs bleibt mit einem Kursziel von 69 US‑Dollar deutlich zurückhaltender.

Mit dem aktuellen Kurs von 87,00 US‑Dollar bewegt sich die Aktie damit in der Mitte dieser Spanne. Auf Jahressicht liegt sie stark im Plus, ohne das 52‑Wochen-Hoch bereits wieder erreicht zu haben.

Nächste Katalysatoren: Zahlen und Neutron-Update

Der Blick richtet sich nun auf zwei eng verknüpfte Themen: die kommenden Geschäftszahlen und konkrete Aussagen zur Neutron-Roadmap. Am 26. Februar legt Rocket Lab den Bericht für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Das Unternehmen hat für das Quartal einen Umsatzkorridor von 170 bis 180 Millionen US‑Dollar in Aussicht gestellt, Analysten rechnen im Schnitt mit einem Verlust von 0,08 US‑Dollar je Aktie.

Auf derselben Telefonkonferenz will das Management ein aktualisiertes Update zum Neutron-Zeitplan geben. Entscheidend werden dabei insbesondere drei Punkte sein: der Fortschritt bei der Integration der „Hungry Hippo“-Verkleidung, der Status des Ersatztanks für die erste Stufe und die Bestätigung oder Anpassung der bisherigen Meilensteine. An diesen Faktoren wird sich in den kommenden Wochen messen lassen, ob die aktuelle Bewertung tragfähig bleibt.

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