Rocket Lab zählte in den vergangenen zwölf Monaten zu den absoluten Top-Performern an der Börse. Doch nun ziehen Wolken auf: Ein gescheiterter Belastungstest für die Hoffnungsträger-Rakete „Neutron“ und massive Insider-Verkäufe sorgen für Verunsicherung. Während das Kerngeschäft läuft, wachsen die Zweifel am Zeitplan für das nächste große Wachstumskapitel.
Probleme beim Neutron-Programm
Auslöser der aktuellen Skepsis ist ein Vorfall, den das Unternehmen am vergangenen Mittwoch bestätigte. Bei einem hydrostatischen Drucktest riss ein Tank der ersten Stufe der neuen Neutron-Rakete. Zwar betonte Rocket Lab, dass solche Tests bewusst bis an die Belastungsgrenze gefahren werden, um die strukturelle Integrität zu prüfen, doch der Zeitpunkt ist ungünstig.
Die Neutron-Rakete gilt als zentraler Baustein der Strategie, um im lukrativen Markt für mittelschwere Nutzlasten Fuß zu fassen. Das Management verschob ein detailliertes Update zum Zeitplan auf die Vorstellung der Quartalszahlen im Februar. Damit steht das geplante Debüt Mitte 2026 in Frage. Angesichts der enormen Kursgewinne von über 200 Prozent in den letzten zwölf Monaten reagiert der Markt empfindlich auf jede potenzielle Verzögerung im Wachstumspfad.
Führungsebene macht Kasse
Zusätzlich zur technischen Panne rücken Aktiengeschäfte des Managements in den Fokus. Finanzvorstand Adam Spice veräußerte am 5. Januar Anteile im Wert von rund 103 Millionen US-Dollar und halbierte damit beinahe seinen direkten Bestand. Auch Director Jon A. Olson und CEO Peter Beck trennten sich in den vergangenen Monaten von Aktienpaketen.
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Analysten weisen darauf hin, dass diese Transaktionen über sogenannte 10b5-1-Pläne abgewickelt wurden. Diese werden Monate im Voraus festgelegt, um den Verdacht auf Insiderhandel zu vermeiden, und dienen oft der langfristigen Diversifizierung des persönlichen Vermögens. Dennoch: Die Kombination aus massiven Verkäufen der Führungsetage und technischen Problemen bei der wichtigsten Produktentwicklung lässt Anleger aufhorchen.
Operative Stärke trifft auf hohe Bewertung
Trotz der aktuellen Störfeuer läuft das bestehende Geschäft weiter stabil. Mit der Mission „The Cosmos Will See You Now“ absolvierte Rocket Lab kürzlich erfolgreich den 80. Start seiner kleineren Electron-Rakete. Technisch betrachtet ist die Aktie jedoch mit einem RSI von über 85 extrem überkauft, was die Anfälligkeit für Korrekturen bei negativen Nachrichten erhöht.
Der entscheidende Termin für die weitere Kursrichtung ist nun die Veröffentlichung der Ergebnisse des vierten Quartals, die um den 26. Februar erwartet wird. Das Management muss dann Klarheit darüber schaffen, ob der Neutron-Testfehler lediglich höhere Kosten verursacht oder den kommerziellen Starttermin signifikant nach hinten verschiebt.
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