Rocket Lab hat diese Woche einen empfindlichen Dämpfer erlitten. Bei Tests für die neue Neutron-Rakete kam es zu einem Zwischenfall, der das ambitionierte Entwicklungsprogramm durcheinanderwirbelt. Während die Aktie zunächst deutlich nachgab, stellt sich die Frage: Wie schwer wiegt dieser Rückschlag wirklich?
Tank-Ruptur bei Belastungstest
Am 21. Januar 2026 teilte Rocket Lab mit, dass der Tank der ersten Stufe der Neutron-Rakete während eines Drucktests geplatzt ist. Die Ingenieure hatten die Struktur absichtlich bis an ihre Grenzen belastet, um Sicherheitsmargen zu ermitteln. Der Test ist Teil der Qualifizierungsphase für das neue Trägersystem.
Das Unternehmen betonte, dass weder die Testanlagen noch andere Strukturen nennenswerten Schaden genommen haben. Die Produktion des nächsten Tanks laufe bereits. Welche Verzögerung daraus resultiert, will Rocket Lab im Februar während des Quartalsberichts konkretisieren.
Die Neutron-Entwicklung zieht sich
Die Neutron-Rakete sollte ursprünglich 2024 erstmals fliegen – daraus wurde 2026. Die Entwicklungskosten liegen mittlerweile bei rund 360 Millionen Dollar, jede weitere Verzögerung kostet etwa 15 Millionen Dollar pro Quartal. Analysten von BTIG rechnen für 2026 mit einem Testflug und einer ersten kommerziellen Mission, ab 2029 dann mit bis zu neun Einsätzen pro Jahr.
Trotz der Verzögerungen hält die Wall Street mehrheitlich an ihrer positiven Einschätzung fest. Bank of America hob das Kursziel von 60 auf 120 Dollar an, Morgan Stanley stufte die Aktie auf „Overweight“ mit einem Ziel von 105 Dollar hoch. Einzig KeyCorp strich seine Kaufempfehlung.
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Electron hält den Betrieb aufrecht
Während Neutron stockt, liefert die kleinere Electron-Rakete weiter. Am 22. Januar absolvierte Rocket Lab die 80. Electron-Mission und setzte zwei Satelliten für Open Cosmos aus. Im vergangenen Jahr erreichte das Unternehmen 21 Starts – Platz zwei unter den kommerziellen Anbietern nach SpaceX.
Der Auftragsbestand überschreitet mittlerweile zwei Milliarden Dollar, darunter ein Satellitenvertrag über 816 Millionen Dollar. Die operative Basis bleibt also intakt, auch wenn die Neutron-Entwicklung Zeit kostet.
Bewertung bleibt anspruchsvoll
Mit einer Marktkapitalisierung von 47 Milliarden Dollar wird Rocket Lab zum 82,5-Fachen des Umsatzes gehandelt. Diese Bewertung setzt voraus, dass Neutron in den kommenden Jahren zügig in den kommerziellen Betrieb übergeht und nennenswerte Einnahmen generiert. Institutionelle Investoren wie Baillie Gifford stockten ihre Positionen zuletzt dennoch auf. Die nächste Quartalszahlen-Präsentation im Februar dürfte Klarheit über den Zeitplan bringen.
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