Rocket Lab USA Aktie: Bilanzzahlen erörtert
Rocket Lab meldet starkes Umsatzwachstum und Rekordaufträge, schreibt jedoch weiterhin Verluste. Analysten sind gespalten über die Bewertung der Aktie angesichts von Neutron-Verzögerungen.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzwachstum von 38 Prozent im Geschäftsjahr 2025
- Auftragspolster von 1,85 Milliarden US-Dollar
- Historischer 190-Millionen-Dollar-Vertrag mit US-Verteidigungsministerium
- Genehmigte Übernahme von Mynaric öffnet europäischen Markt
Rekordaufträge, ein wachsendes Auftragspolster, ein historischer Regierungsvertrag — und trotzdem keine Einigkeit darüber, was die Aktie wert ist. Rocket Lab steht an einem Punkt, an dem operative Stärke und Bewertungsfragen direkt aufeinanderprallen.
Wells Fargo bremst, Roth MKM gibt Gas
Zwei Analysehäuser, zwei gegensätzliche Schlussfolgerungen. Wells Fargo nahm die Aktie zuletzt mit einem „Equal Weight“-Rating auf und sieht das Chance-Risiko-Verhältnis auf dem aktuellen Niveau als ausgewogen. Besonders die möglichen Verzögerungen beim Neutron-Raketenprogramm könnten laut Wells Fargo Abwärtsdruck erzeugen.
Roth MKM sieht das anders. Die Analysten verweisen auf das wachsende Auftragsvolumen und die zunehmende Diversifizierung ins Satellitengeschäft — und bleiben bullish.
Diese gespaltene Einschätzung spiegelt wider, was den Titel seit Monaten antreibt: Die Aktie schwankte im vergangenen Jahr zwischen 14,71 und 99,58 US-Dollar — eine Bandbreite, die das Spannungsfeld zwischen Wachstumsbegeisterung und Profitabilitätsskepsis kaum besser illustrieren könnte.
Starkes Geschäft, rote Zahlen
Operativ liefert Rocket Lab. Im Geschäftsjahr 2025 wuchs der Umsatz um 38 Prozent auf 602 Millionen US-Dollar. Das Auftragspolster beläuft sich auf 1,85 Milliarden US-Dollar. Den bislang größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte sicherte sich das Unternehmen mit einem 190-Millionen-Dollar-Vertrag für 20 HASTE-Hyperschallmissionen im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums.
Unterm Strich schreibt Rocket Lab jedoch weiterhin Verluste. Das Neutron-Programm, das langfristig die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber SpaceX stärken soll, verzögert sich.
Mynaric-Übernahme öffnet Europa
Ein konkreter Fortschritt: Die geplante Übernahme von Mynaric hat grünes Licht erhalten. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie genehmigte die Transaktion. Mynaric entwickelt Laser-Kommunikationsterminals für Luft- und Raumfahrtanwendungen.
Strategisch verschafft der Deal Rocket Lab erstmals eine operative Präsenz in Europa — ein Vorteil, da europäische Rüstungs- und Raumfahrtaufträge häufig lokale Standorte voraussetzen.
CEO Peter Beck verzichtet künftig auf Teile seines Gehalts und Bonusansprüche. Das freigewordene Kapital soll in Forschung und Entwicklung fließen.
Am 13. Mai 2026 legt Rocket Lab seinen nächsten Quartalsbericht vor. Dann zeigt sich, ob das Rekordtempo bei Auftragsabschlüssen auch in verbesserten Finanzkennzahlen ankommt — und welche der beiden Analystenthesen die Zahlen stützen.
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