Nach einer atemberaubenden Rallye rutschte die Rocket Lab Aktie gestern deutlich ab. Trotz neuer Höchstkursziele von Analysten drücken Gewinnmitnahmen und massive Insiderverkäufe auf die Stimmung. Steht die Bewertung des Raumfahrtunternehmens vor einer Zerreißprobe?
Am Dienstag gaben die Papiere unter hohem Handelsvolumen um 7,4 Prozent auf 89,25 US-Dollar nach. Damit entfernte sich der Kurs spürbar vom Allzeithoch bei 96,30 Dollar, das erst am vergangenen Freitag markiert wurde. Die Volatilität bleibt extrem hoch, was angesichts der Performance der letzten Monate kaum überrascht: Auf Jahressicht steht immer noch ein Plus von 276 Prozent zu Buche.
Analysten treiben Kursziele nach oben
Fundamental erhält die Aktie Rückenwind durch bullische Analystenkommentare. Morgan Stanley stufte das Papier am 16. Januar auf „Overweight“ hoch und setzte das Kursziel auf 105 US-Dollar. Als Gründe nannte Analystin Kristine Liwag den erwarteten Start der Neutron-Rakete Anfang 2026 sowie die steigende Frequenz bei den Electron-Starts.
Die Bank of America legte gestern sogar noch nach und erhöhte ihr Ziel von 60 auf 120 US-Dollar. Die Experten verweisen auf das günstige Umfeld für Raumfahrt-Bewertungen, das auch durch Spekulationen um einen möglichen Börsengang von SpaceX angeheizt wird.
Ein wesentlicher Treiber dieser Euphorie ist der im Dezember 2025 verkündete Großauftrag der U.S. Space Development Agency über 816 Millionen US-Dollar. Dieser Vertrag zur Herstellung von 18 Satelliten ist der größte in der Unternehmensgeschichte und untermauert die Wachstumsstory.
Insider machen Kasse
Während Analysten zum Einstieg blasen, nutzen Führungskräfte die hohen Kurse für Verkäufe. In den letzten 90 Tagen stießen Insider Aktien im Wert von rund 272 Millionen US-Dollar ab. Besonders auffällig: CFO Adam C. Spice verkaufte am 5. Januar Anteile für etwa 103 Millionen Dollar und reduzierte seine Position damit um die Hälfte. Auch COO Frank Klein trennte sich von Aktienpaketen.
Diese Transaktionen erfolgten allerdings über automatische Handelspläne (Rule 10b5-1), die bereits im September 2025 festgelegt wurden. Solche Pläne nehmen dem Management die Entscheidungsgewalt über den genauen Verkaufszeitpunkt und sollen Interessenkonflikte vermeiden. Dennoch senden Verkäufe in dieser Größenordnung Signale an den Markt.
Bewertung und Ausblick
Die Bewertung der Aktie ist mittlerweile ambitioniert. Rocket Lab handelt zum rund 77-Fachen des Umsatzes. Wegen dieser Kennzahlen stufte KeyBanc das Papier kürzlich auf „Sector Weight“ herab. Von den 16 Analysten, die das Unternehmen beobachten, liegt das durchschnittliche Kursziel mit 72,92 US-Dollar deutlich unter dem aktuellen Niveau.
Der entscheidende Katalysator für die weitere Kursentwicklung ist der geplante Erststart der Neutron-Rakete im ersten Quartal 2026. Ein erfolgreicher Start könnte den adressierbaren Markt massiv erweitern und die hohe Bewertung rechtfertigen. Sollte es jedoch zu Verzögerungen oder einem Fehlschlag kommen, droht eine scharfe Neubewertung der Aktie.
Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rocket Lab USA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

