Rolls-Royce Aktie: 17 Prozent unter Allzeithoch

Der Nahost-Konflikt drückt die Aktie von Rolls-Royce deutlich. Das Management hält trotzdem an den Jahreszielen fest und sieht sich gut aufgestellt.

Redaktion Stock-World ·
Rolls-Royce Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Kursverlust von rund vier Prozent
  • Jahresziele trotz Krise bestätigt
  • Triebwerksstunden steigen weiter
  • Unterstützungszone charttechnisch im Fokus

Der Nahost-Konflikt trifft die Luft- und Raumfahrtbranche mit voller Wucht. Rolls-Royce schloss die vergangene Handelswoche mit einem Minus von rund vier Prozent und notiert aktuell bei 13,23 Euro— gut 17 Prozent unter dem Allzeithoch von 15,92 Euro, das der Kurs Ende Februar markiert hatte.

Der Wochenverlust summiert sich auf über sechs Prozent. Damit steht der britische Triebwerkshersteller nicht allein: Branchenkollegen wie GE Aerospace und Safran verzeichneten ähnliche Rücksetzer. Auslöser ist die Sorge, dass der US-Iran-Konflikt den zivilen Luftverkehr über Europa und dem Nahen Osten empfindlich stören könnte— durch Kerosinengpässe, Streckensperrungen und Flugausfälle.

Jahresziele bleiben stehen

Trotz des turbulenten Umfelds hält das Management an seinen Prognosen für 2026 fest. Das angestrebte operative Ergebnis liegt zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund, der freie Cashflow soll 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund erreichen. CEO Tufan Erginbilgic betonte, das Unternehmen ergreife aktiv Maßnahmen, um die Folgen der regionalen Verwerfungen abzufedern.

Die operativen Kennzahlen stützen diese Zuversicht. Die großen Triebwerks-Flugstunden stiegen im ersten Quartal um fünf Prozent auf 115 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019. Für das Gesamtjahr peilt Rolls-Royce einen Wert von 115 bis 120 Prozent an. Hinzu kommt ein wachsendes Auftragspolster aus dem Verteidigungsbereich und der Power-Systems-Sparte, die zunehmend von der Nachfrage nach Rechenzentrums-Stromversorgung profitiert.

Technische Lage: Schlüsselzone in Sichtweite

Charttechnisch hat der Kurs die 50- und 100-Tage-Durchschnitte unterschritten, hält sich aber noch knapp über dem 200-Tage-Schnitt bei 13,63 Euro. Der RSI liegt bei rund 50— weder überkauft noch überverkauft, die Lage also offen.

Technische Analysten sehen bei umgerechnet rund 1.100 Pence eine kritische Unterstützungszone. Hält diese, könnte sich ein Doppelboden ausbilden und den Weg zurück in Richtung des Widerstands bei 1.210 Pence freimachen. Fällt die Marke, rückt die psychologische Schwelle von 1.000 Pence ins Blickfeld.

Zur Stärkung seiner Liquidität ist Rolls-Royce zuletzt erneut an den Euro-Anleihemarkt zurückgekehrt und hat mehrjährige Emissionen platziert. Das soll die Finanzierungsbasis breiter aufstellen— für den Fall, dass die Störungen im zivilen Luftverkehr länger anhalten als erhofft. Die nächste Bewährungsprobe liefert der Markt selbst: Entspannt sich die geopolitische Lage nicht, dürfte der Druck auf die gesamte Branche anhalten.

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Rolls-Royce Aktie

15,91 EUR

– 0,31 EUR -1,89 %
KGV 36,88
KUV 6,41
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,81 %
Marktkapitalisierung 113,32 Mrd. GBP
Ø Kursziel 17,32 GBP
ISIN: GB00B63H8491 WKN: A1H81L

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