Rolls-Royce Aktie: 50-Jahre-Wette

Der Triebwerksbauer Rolls-Royce kündigt eine strategische Offensive für kleinere Flugzeuge an und sieht darin eine langfristige Wachstumschance. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm.

Kurz zusammengefasst:
  • Strategiewechsel hin zu Narrowbody-Triebwerken
  • Neue Motoren für nachhaltige Kraftstoffe geplant
  • Aktienrückkäufe im Volumen von 200 Millionen Pfund
  • Ergebnis für 2025 wird Ende Februar erwartet

Rolls-Royce will in den Markt für Narrowbody-Flugzeuge vorstoßen – und CEO Tufan Erginbilgiç spricht von einer „massiven 50-Jahres-Wachstumschance“. Der britische Triebwerksbauer dreht damit an einer entscheidenden strategischen Stellschraube.

Bislang fertigt Rolls-Royce ausschließlich Antriebe für Widebody-Jets, also die großen Langstreckenmaschinen mit mehreren Gängen. Jetzt nimmt das Unternehmen die Narrowbody-Sparte ins Visier – jene kleineren Flugzeuge, die auf Kurz- und Mittelstrecken den Großteil der weltweiten Flotte ausmachen. Ein Markt, der fest in der Hand anderer Hersteller liegt.

Rolls-Royce

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Neuer Motor, neue Strategie

Die geplanten Triebwerke sollen von Tag eins an mit 100 Prozent nachhaltigem Flugkraftstoff betrieben werden können. Rolls-Royce positioniert sich damit für die Dekarbonisierung der Luftfahrt – ein Thema, das die Branche zunehmend unter Druck setzt.

Das Geschäftsmodell basiert nicht primär auf dem reinen Verkauf der Triebwerke, sondern auf langfristigen Wartungs- und Serviceverträgen. Genau hier liegt der Hebel für die von Erginbilgiç beschriebene Langfristperspektive. Die zivile Luftfahrt macht bereits heute fast die Hälfte des Konzernumsatzes aus.

Aktienrückkauf läuft weiter

Parallel vollzieht Rolls-Royce ein 200 Millionen Pfund schweres Zwischenrückkaufprogramm, das Anfang Januar 2026 startete und am 24. Februar endet. Im November 2025 hatte das Unternehmen bereits ein Buyback-Volumen von einer Milliarde Pfund abgeschlossen.

Die Aktie selbst hat in den vergangenen fünf Jahren über 1.200 Prozent zugelegt und notiert aktuell um 1.220 Pence. Die Marktkapitalisierung übersteigt 100 Milliarden Pfund.

Zahlen und Ausblick

Am 26. Februar 2026 legt Rolls-Royce die Jahreszahlen für 2025 vor. Das Unternehmen bekräftigte zuletzt, sein Ziel für den zugrunde liegenden operativen Gewinn von 3,1 bis 3,2 Milliarden Pfund zu erreichen.

Auf der jüngsten Singapore Airshow verteidigte die zivile Sparte die Preisstrategie bei Reparaturen, nachdem Airlines die gestiegenen Kosten kritisiert hatten. Rolls-Royce verwies auf Lieferkettenprobleme und geopolitische Instabilität. Fortschritte meldet der Konzern bei der Haltbarkeit der Trent-Triebwerke für den Airbus A350-1000: 60 Prozent mehr Einsatzzeit zwischen Überholungen im Vergleich zu früheren Versionen.

Die Narrowbody-Offensive könnte das Geschäftsmodell langfristig verbreitern – bleibt aber ein Vorhaben mit langer Vorlaufzeit und starker Konkurrenz.

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