Rolls-Royce Aktie: A350-1000ULR startet in Toulouse
Rolls-Royce meldet technische Fortschritte beim Trent 1000 und feiert den Erstflug des Qantas A350-1000ULR. Die Aktie bleibt trotz leichter Verluste im Jahresplus.
Kurz zusammengefasst
- Trent-1000-Upgrades verbessern Zuverlässigkeit
- Erstflug des A350-1000ULR erfolgreich
- Flugstunden über Vor-Pandemie-Niveau
- Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Mrd. Pfund
Rolls-Royce meldet operative Fortschritte in der zivilen Luftfahrt. Während der Erstflug des Airbus A350-1000ULR in Toulouse einen Meilenstein markiert, stabilisiert sich parallel dazu das Sorgenkind der vergangenen Jahre. Die Triebwerksparte profitiert von einer hohen Nachfrage nach Langstreckenkapazitäten.
Trent 1000 gewinnt an Stabilität
Das Trent-1000-Programm, das den Boeing 787 Dreamliner antreibt, gewinnt an Boden. Nach technischen Problemen in der Vergangenheit greifen nun die „Phase 2“-Verbesserungen an der Hochdruckturbine. Diese Upgrades erhöhen die Einsatzzeit der Triebwerke deutlich und reduzieren ungeplante Wartungsintervalle.
Rolls-Royce versucht so, Marktanteile vom Konkurrenten General Electric zurückzugewinnen. Erste neue Aufträge im Juni 2026 deuten darauf hin, dass das Vertrauen der Fluggesellschaften in die Plattform zurückkehrt.
Meilenstein für Project Sunrise
Ein technologisches Aushängeschild ist das „Project Sunrise“ der Fluggesellschaft Qantas. Der Airbus A350-1000ULR absolvierte diese Woche seinen Jungfernflug. Angetrieben wird die Maschine der Testreihe exklusiv vom Trent XWB-97 Triebwerk.
Ziel sind Nonstop-Verbindungen von Städten wie Sydney nach London oder New York. Für Rolls-Royce festigt dieser Erfolg die Position des Trent XWB als Standard für extrem lange Flugrouten. Die Zertifizierung der modifizierten Treibstoffsysteme hat nun begonnen.
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Rückkäufe und Flugstunden
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 14,67 Euro, was einem Rückgang von 1,32 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Dennoch liegt das Papier seit Jahresbeginn rund sechs Prozent im Plus. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf etwa 106 Milliarden Britische Pfund.
Das Geschäftsmodell profitiert von den Flugstunden der Großraumflugzeuge, die mittlerweile 115 Prozent des Vor-Pandemie-Niveaus erreicht haben. Dies kurbelt die Einnahmen aus Serviceverträgen an. Parallel dazu läuft ein Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden Pfund.
Die nächste detaillierte Finanzaktualisierung ist für Juli 2026 angekündigt. Bis dahin dürfte der Fokus auf dem Fortschritt der Testflüge in Toulouse liegen.
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