Rolls-Royce Aktie: AE 3007N fliegt MQ-25A Stingray
Der unbemannte Tanker MQ-25A absolviert seinen Jungfernflug mit einem bewährten Rolls-Royce-Triebwerk und ebnet den Weg für Trägertests.

Kurz zusammengefasst
- Erstflug des unbemannten Tankflugzeugs
- Rolls-Royce-Triebwerk AE 3007N im Einsatz
- 76 Flugzeuge im Programm geplant
- Verteidigungsgeschäft stabilisiert Aktie
Der erste Flug des unbemannten Tankflugzeugs MQ-25A Stingray der US Navy ist vollbracht — und mittendrin steckt ein britisches Triebwerk. Am 25. April hob der Stingray am MidAmerica St. Louis Airport in Illinois ab und absolvierte einen rund zweistündigen Testflug, bei dem er autonom startete, manövrierte und landete.
Bewährte Technik in neuer Rolle
Angetrieben wird der Stingray von einem einzigen Rolls-Royce AE 3007N. Das Triebwerk ist kein Neuling: Die AE-3007-Familie hat bereits die Aufklärungsdrohnen RQ-4 Global Hawk und MQ-4C Triton in die Luft gebracht. Über alle Varianten hinweg wurden mehr als 7.500 Exemplare ausgeliefert, die zusammen über 90 Millionen Flugstunden angesammelt haben. Der Erstflug validierte neben den Flugregelungssystemen explizit auch die Leistung des Triebwerks — ein wichtiger Schritt vor der anstehenden Milestone-C-Entscheidung und den Trägertests.
Das Programm umfasst 76 Flugzeuge plus Ersatztriebwerke. Rolls-Royce plant, 2026 vier weitere AE-3007N-Triebwerke an Boeing zu liefern. Bis Ende des Jahres soll der Stingray zur Naval Air Station Patuxent River in Maryland verlegt werden, wo die trägergestützten Flugtests vorbereitet werden. Die ursprünglich für 2024 geplante Einsatzbereitschaft wurde mehrfach verschoben — aktuelle Budgetdokumente nennen nun das Haushaltsjahr 2029.
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Rückenwind für das Verteidigungsgeschäft
Der Meilenstein kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Rolls-Royce an der Börse unter Druck steht. Die Aktie notiert rund 17,5 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn knapp fünf Prozent verloren. Auslöser des jüngsten Kursrückgangs war der US-Iran-Konflikt, der Flugstunden auf Langstreckenrouten belastet — problematisch für Rolls-Royce, weil das Zivilluftfahrtgeschäft seine Erlöse primär über stundenbezogene Wartungsverträge für Trent-Triebwerke generiert.
Das Verteidigungsgeschäft wirkt als Gegengewicht. In den vergangenen zehn Jahren hat Rolls-Royce 1,5 Milliarden Dollar in US-amerikanische Fertigungsanlagen investiert. Wells Fargo zählte das Unternehmen zuletzt in einer Branchenanalyse zu den strukturell attraktiven Aerospace-&-Defence-Werten — gemeinsam mit GE Aerospace, Boeing und Northrop Grumman.
Am 30. Juli legt Rolls-Royce Quartalszahlen vor. Im Mittelpunkt steht dann die Frage, ob die Flugstunden großer Triebwerke die Zielspanne von 115 bis 120 Prozent des Niveaus von 2019 halten — und ob das Management den Iran-Effekt als innerhalb der Jahresprognose beherrschbar einstuft.
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