Rolls-Royce Aktie: ČEZ und Great British Energy SMR-Verträge

Eduard Altmann ·

Rolls-Royce schiebt seine Transformation spürbar voran. Besonders in der Nuklear- und Verteidigungssparte wird aus der einstigen Umbaugeschichte immer stärker ein Wachstumsthema mit höheren Margen.

Der Konzern hat zentrale Weichen gestellt. Neue Verträge für das Small Modular Reactor-Geschäft und ein verbessertes Kreditprofil zeigen, dass der Markt die Neuausrichtung inzwischen anders bewertet als noch vor wenigen Jahren.

SMR-Geschäft nimmt Gestalt an

Im Zentrum steht das SMR-Programm. Rolls-Royce hat Vereinbarungen mit Great British Energy–Nuclear in Großbritannien und mit dem tschechischen Versorger ČEZ Group abgeschlossen. Damit rückt die Sparte klar aus der Entwicklungsphase in Richtung eines umsatzrelevanten Geschäfts.

In Großbritannien geht es um den geplanten Bau von drei SMR-Einheiten. Das Projekt könnte in der Spitzenphase bis zu 3.000 Arbeitsplätze stützen. Auch Deutschland prüft die Technologie inzwischen als möglichen Baustein für mehr Energieunabhängigkeit. Für Rolls-Royce wäre das eine Chance, die Auftragsbasis über die bisherigen Kernmärkte hinaus auszudehnen.

Rating rückt in A-Bereich

Parallel dazu hat sich die Bonität verbessert. Fitch hob das Rating auf A-, Moody’s auf A3 an. Beide Agenturen halten den Ausblick stabil.

Auslöser ist auch die gestärkte Bilanz. Im Februar 2026 tilgte der Konzern eine 750-Millionen-Euro-Anleihe aus dem freien Cashflow. Dazu kommt ein Kapitalrahmen, der Rückflüsse an Aktionäre und strategische Investitionen miteinander verbinden soll.

Power Systems bleibt der Anker

Kräftig läuft weiterhin die Sparte Power Systems. Ende des ersten Quartals 2026 lag der Auftragsbestand bei 7,3 Milliarden Pfund, also bei etwa dem Anderthalbfachen des Vorjahresumsatzes der Division. Treiber sind vor allem Notstromlösungen für Rechenzentren. Der Auftragseingang legte zuletzt um rund 50 Prozent zu.

Auch in der Zivilluftfahrt gibt es Fortschritte. LATAM Airlines hat Triebwerke vom Typ Trent 1000 XE für neue Boeing-787-Maschinen bestellt, obwohl ältere Versionen des Triebwerks in der Vergangenheit Wartungsprobleme hatten. Das spricht für eine vorsichtige Rückkehr des Vertrauens in die Baureihe.

Prognose bleibt ambitioniert

Rolls-Royce bestätigt die Jahresziele für 2026. Der bereinigte operative Gewinn soll zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund liegen, der freie Cashflow bei 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund. Vom geplanten Aktienrückkauf über 2,5 Milliarden Pfund für 2026 hat der Konzern bereits mehr als 750 Millionen Pfund umgesetzt.

An der Börse kommt das gut an. Die Aktie notiert bei 14,21 Euro, liegt damit knapp unter dem 100-Tage-Durchschnitt von 14,42 Euro und rund 10,7 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht trotzdem ein Plus von 42,3 Prozent.

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Rolls-Royce Aktie

14,20 EUR

+ 0,02 EUR +0,17 %
KGV 17,47
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,78 %
Marktkapitalisierung 100,02 Mrd. EUR
ISIN: GB00B63H8491 WKN: A1H81L

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