Rolls-Royce Aktie: Dividenden-Countdown!

Rolls-Royce schüttet nach fünf Jahren Pause wieder eine Dividende aus und startet ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm, während das Verteidigungsgeschäft expandiert.

Redaktion Stock-World ·
Rolls-Royce Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Dividendenausschüttung nach über fünf Jahren Pause
  • Mehrjähriges Rückkaufprogramm von bis zu 9 Mrd. Pfund
  • Ambitionierte Gewinn- und Cashflow-Ziele bis 2028
  • Starker Ausbau der U-Boot-Reaktor-Produktion

Rolls-Royce steuert auf eine ereignisreiche Woche zu. Am 23. April verfällt das Recht auf die nächste Dividende — wer die 5 Pence je Aktie kassieren will, muss vorher im Register stehen. Parallel dazu liefert das Unternehmen frische Belege, dass der industrielle Umbau der vergangenen Jahre greift.

Rückkehr zur Ausschüttung nach fünf Jahren Pause

Die Schlussdividende für 2025 beträgt 5,0 Pence je Aktie. Zusammen mit der Zwischendividende ergibt das 9,5 Pence für das Gesamtjahr — eine Ausschüttungsquote von 32 Prozent des bereinigten Nachsteuergewinns. Ausgezahlt wird am 3. Juni, sofern die Hauptversammlung am 30. April zustimmt.

Das ist mehr als eine Routinezahlung. Rolls-Royce hat zuletzt vor über fünf Jahren eine Dividende ausgeschüttet. Zeitgleich schloss das Unternehmen ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm ab — der erste Rückkauf seit zehn Jahren.

Milliarden-Rückkauf als Langzeitprogramm

Das war erst der Anfang. Für 2026 bis 2028 plant Rolls-Royce ein Rückkaufprogramm von insgesamt 7 bis 9 Milliarden Pfund. Allein in diesem Jahr sollen 2,5 Milliarden Pfund fließen. Rund 200 Millionen Pfund davon hat das Unternehmen zwischen Januar und Februar bereits abgearbeitet.

Für 2026 erwartet das Management einen bereinigten operativen Gewinn von 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund und einen freien Cashflow von 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund. Die mittelfristigen Ziele bis 2028 sind noch ambitionierter: operativer Gewinn von bis zu 5,2 Milliarden Pfund, eine operative Marge von 18 bis 20 Prozent und ein freier Cashflow von bis zu 5,3 Milliarden Pfund.

Sieben Reaktoren, verdoppelte Kapazität

Abseits der Kapitalmärkte läuft das Verteidigungsgeschäft auf Hochtouren. In Derby baut Rolls-Royce derzeit sieben U-Boot-Reaktoren gleichzeitig. Das Unternehmen hat die Produktionsfläche verdoppelt und plant eine weitere Expansion der Werksanlagen.

James Lowe, Direktor für Zukunftsprogramme bei Rolls-Royce Submarines, bestätigte einen wichtigen Meilenstein: Der PWR3+-Reaktor hat Ende 2025 seinen kritischen Designprüfprozess abgeschlossen. Damit steht eine stabile Konstruktionsbasis für die Anforderungen der britischen und australischen Marine.

Das AUKUS-Abkommen sieht vor, dass Australien mindestens drei U-Boote erhält, Großbritannien zwölf. Die Produktion soll im 18-Monats-Takt laufen — ein verlässlicher Auftragsrhythmus, der Rolls-Royce über Jahre Planungssicherheit gibt.

Bewertung bleibt anspruchsvoll

Mehr als 60 Prozent der Gewinne stammen aus dem zivilen Luftfahrtgeschäft. Die langfristigen Wartungsverträge sorgen für stabile Einnahmen, auch wenn die Lieferkette noch nicht vollständig entspannt ist. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Cashflow-Effekt von 150 bis 200 Millionen Pfund durch Engpässe bei Ersatzteilen.

Die Aktie notiert aktuell bei 14,93 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 8 Prozent zugelegt. Das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt bei etwa 34 — mehr als doppelt so hoch wie der FTSE-100-Durchschnitt. RBC Capital sieht trotzdem Luft nach oben: Die Bank erhöhte ihr Kursziel auf 16,00 Pfund und bestätigt die Einstufung „Outperform“.

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Rolls-Royce Aktie

17,07 EUR

– 0,20 EUR -1,17 %
KGV 41,39
KUV 6,99
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,75 %
Marktkapitalisierung 122,68 Mrd. GBP
Ø Kursziel 17,18 GBP
ISIN: GB00B63H8491 WKN: A1H81L

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