Rolls-Royce Aktie: Geopolitik treibt

Die Aktie von Rolls-Royce profitiert von einer Rotation in Rüstungswerte nach US-Militäraktionen und setzt ihren starken Aufwärtstrend fort.

Kurz zusammengefasst:
  • US-Intervention in Venezuela stützt Verteidigungssektor
  • Aktie nähert sich erneut der Marke von 1.200 Pence
  • Starker Aufwärtstrend aus dem Vorjahr setzt sich fort
  • Analysten erwarten hohen Nettogewinn für 2026

Rolls-Royce setzt den starken Jahresauftakt fort. Die Aktie knüpft heute an die Gewinne vom Freitag an und nähert sich erneut der Marke von 1.200 Pence. Auslöser ist eine deutliche Rotation in Verteidigungswerte nach der US-Militäraktion in Venezuela am Wochenende.

Geopolitische Spannungen stützen Verteidigungswerte

Die Nachricht über ein US-Interventionskommando in Venezuela und die Festnahme von Nicolás Maduro sorgte zum Wochenstart für kräftige Nachfrage im europäischen Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungssektor. Mit Wiederaufnahme des Handels nach dem Jahreswechsel griffen Investoren vor allem bei etablierten Rüstungs- und Triebwerksherstellern zu.

Rolls-Royce

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Im FTSE 100 legte der Index intraday auf 9.974 Punkte zu, ein Anstieg um rund 0,23 % und damit knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Getrieben wurde die Bewegung von strategisch eingestuften Titeln:

  • Rolls-Royce testet erneut den Bereich um 1.200 Pence
  • Sektor-Peer BAE Systems gewinnt im Tagesverlauf 4,3 %
  • Bereits am Freitag war Rolls-Royce um 3,5 % auf 1.192,50 Pence gestiegen

Die Kursreaktion spiegelt die Erwartung wider, dass die militärische Bereitschaft steigt und der Bedarf an Wartung, Ersatzteilen und Modernisierung von Rüstungsgütern zunimmt – ein Umfeld, in dem etablierte Verteidigungszulieferer erfahrungsgemäß verstärkt ins Spiel kommen.

Starke Basis aus 2025

Der geopolitische Rückenwind trifft auf einen ohnehin kräftigen Aufwärtstrend. Rolls-Royce ist mit Rekordständen ins Jahr 2026 gestartet. Bereits 2025 hatte sich der Aktienkurs nahezu verdoppelt.

Diese Entwicklung steht im Kontext des laufenden Turnarounds unter CEO Tufan Erginbilgiç und eines breiten Aufschwungs im Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungssektor. Die aktuelle Bewertung spiegelt nicht nur die kurzfristige Reaktion auf Ereignisse wie die Venezuela-Intervention wider, sondern auch strukturelle Fortschritte in der operativen Leistungsfähigkeit.

Besonders die zivilen Triebwerksaktivitäten stechen hervor: Die Sparte Civil Aerospace trug maßgeblich zu einem Umsatzplus von 16 % im Jahresvergleich bei, das Anfang 2025 gemeldet wurde. Am Markt sticht der Verteidigungssektor heute klar hervor, während andere Bereiche von der Unsicherheit über die neue US-Außenpolitik gebremst werden.

Ausblick und Erwartungen

In den kommenden Wochen dürften Anleger vor allem die weitere Entwicklung der Lage in Südamerika sowie mögliche Folgeschritte der US-Regierung im Blick behalten. Für Rolls-Royce rückt damit die Frage in den Vordergrund, in welchem Umfang erhöhte geopolitische Spannungen in konkrete Verteidigungsetats der NATO-Staaten münden.

Analysten zeigen sich insgesamt zuversichtlich. Im Konsens wird für 2026 ein Nettogewinn von 2,71 Milliarden Pfund erwartet. Der Kurs bewegt sich derzeit nahe dem durchschnittlichen Analystenziel von etwa 1.195 Pence, gleichzeitig bleibt der technische Aufwärtstrend intakt. Mit dem FTSE 100 nahe historischen Höchstständen bleibt Rolls-Royce ein wichtiger Treiber des Index, gestützt durch sektorale Rückenwinde und die im vergangenen Jahr aufgebaute positive Chartstruktur.

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