Rolls-Royce Aktie: Goldman kauft zu

Goldman Sachs erhöht das Kursziel für Rolls-Royce auf 1.350 Pence. Der Triebwerkshersteller profitiert vom starken Rückenwind im Verteidigungssektor, doch die hohe Bewertung bleibt ein zentrales Thema.

Redaktion Stock-World ·
Rolls-Royce Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Goldman Sachs bestätigt Kaufempfehlung für Rolls-Royce
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch nach starken Kursgewinnen
  • Verteidigungsindex legt deutlich zu und stützt die Rally
  • Unternehmen kündigt umfangreiches Aktienrückkaufprogramm an

Goldman Sachs erhöht das Kursziel für Rolls-Royce auf 1.350 Pence – und reiht sich damit in eine wachsende Liste optimistischer Analysten ein. Der britische Triebwerkshersteller profitiert von einem beispiellosen Rückenwind im Verteidigungssektor. Doch nach einer Kursvervielfachung stellt sich die Frage: Wie viel Potenzial ist noch übrig?

Kursziel nach oben – trotz hoher Bewertung

Am 15. Januar bekräftigten die Analysten von Goldman Sachs ihre „Buy“-Empfehlung und hoben das Kursziel von 1.290 auf 1.350 Pence an. Die Aktie schloss an jenem Tag bei 1.273 Pence, nur knapp unter dem neuen 52-Wochen-Hoch von 1.306,60 Pence vom Vortag.

Goldman ist nicht allein: Deutsche Bank und RBC stuften das Papier ebenfalls mit „Kaufen“ ein. Der Konsens unter Analysten lautet „Moderate Buy“, wobei die jüngsten Kursgewinne von rund 11% seit Jahresbeginn die Erwartungen widerspiegeln.

Auffällig ist jedoch die Bewertung. Mit einem geschätzten KGV von 39 für das laufende Geschäftsjahr 2026 liegt Rolls-Royce deutlich über historischen Durchschnittswerten. Befürworter verweisen auf den starken freien Cashflow und die Marktposition – Skeptiker warnen vor überhitzten Multiples nach drei Jahren extremer Kursgewinne (+222% in 2023, +90% in 2024, +104% in 2025).

Verteidigungssektor im Aufwind

Der Hintergrund der Kursstärke liegt im Sektor selbst. Seit Jahresbeginn ist der „Developed Europe Aerospace & Defense Index“ laut Morningstar um 13,5% gestiegen. Auslöser sind geopolitische Spannungen, darunter eine US-Militäroperation in Venezuela Anfang Januar, sowie Pläne für deutlich höhere US-Verteidigungsbudgets 2027.

Europäische Wettbewerber wie Rheinmetall (+20%) und Leonardo (+18%) legen noch stärker zu. Rolls-Royce, als Zulieferer für militärische Antriebssysteme, wird von dieser Dynamik mitgezogen.

Rückkaufprogramm und strategische Expansion

Rolls-Royce selbst setzt Akzente: Am 5. Januar kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm an, das 10% des Kapitals (rund 850,5 Millionen Aktien) umfasst. Drei Tage später folgte die Bekanntgabe eines neuen Triebwerkswartungszentrums in Partnerschaft mit Turkish Technic, um Servicekapazitäten auszubauen.

Die nächsten Handelstage zeigen, ob die Aktie die Marke von 1.300 Pence verteidigen kann. Das Rückkaufprogramm und die Unterstützung durch Goldman stützen technisch, doch die Bewertung bleibt ein Diskussionspunkt. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob die hohen Wachstumserwartungen gerechtfertigt sind.

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Rolls-Royce Aktie

17,47 EUR

– 0,15 EUR -0,83 %
KGV 40,28
KUV 7,04
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,74 %
Marktkapitalisierung 119,40 Mrd. GBP
Ø Kursziel 17,13 GBP
ISIN: GB00B63H8491 WKN: A1H81L

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