Der Triebwerksbauer Rolls-Royce eilt operativ von Erfolg zu Erfolg, auch wenn sich die Aktie an der Börse aktuell eine Verschnaufpause gönnt. Mitten in dieser Konsolidierung sorgt nun die Rüstungssparte für positive Schlagzeilen. Ein neuer Großauftrag für Panzerantriebe unterstreicht die Bedeutung des Segments, während Anleger bereits gespannt auf die kommenden Jahreszahlen blicken.
Auftrag für 350 Panzer-Motoren
Die Division Power Systems hat sich Bestellungen über 350 Motoren der mtu-Baureihe 199 gesichert. Auftraggeber sind die Systemintegratoren Rheinmetall und KNDS Deutschland. Die Aggregate, die eine Leistung von bis zu 600 Kilowatt liefern, sind für gepanzerte Radfahrzeuge des Typs „Boxer“ bestimmt. Diese sollen unter anderem an die Bundeswehr geliefert werden, wobei der Start der Auslieferung bereits für die erste Jahreshälfte 2026 geplant ist.
Dieser Abschluss ist mehr als nur ein Routinegeschäft: Er baut auf einem Auftrag über rund 400 Motoren aus dem Jahr 2025 auf und festigt die Position von Rolls-Royce im militärischen Landfahrzeugsektor. Weltweit sind mittlerweile über 2.000 Boxer-Fahrzeuge bestellt oder im Einsatz, die allesamt von mtu-Motoren angetrieben werden.
Strategische Ausrichtung auf NATO-Bedarf
Das Management reagiert mit diesen Schritten gezielt auf die veränderte geopolitische Lage und den Modernisierungsbedarf der NATO-Streitkräfte. CEO Dr. Jörg Stratmann betonte, dass die Streitkräfte heute eine höhere Mobilität und Leistung benötigen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, baut das Unternehmen die Produktfamilie der Serie 199 weiter aus. Derzeit befinden sich neue 10- und 12-Zylinder-Varianten in der Entwicklung, um das Leistungsspektrum nach oben zu erweitern.
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Konsolidierung und Aktienrückkauf
An der Börse wird die operative Stärke derzeit von einer technischen Korrektur begleitet. Das Papier notiert aktuell bei 14,52 Euro und damit etwa 9 Prozent unter dem kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch. Marktbeobachter werten dies als normale Konsolidierung nach einer beeindruckenden Rally, die den Börsenwert des Unternehmens auf über 107 Milliarden Pfund trieb.
Die Bewertung ist mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 38 bis 44 im historischen Vergleich ambitioniert. Analysten rechtfertigen diesen Aufschlag jedoch oft mit der starken Marktstellung im Triebwerks-Duopol. Stützend wirkt zudem das laufende Aktienrückkaufprogramm über 200 Millionen Pfund, das noch im Februar abgeschlossen sein soll.
Der Blick der Investoren richtet sich nun auf den 26. Februar 2026. An diesem Datum präsentiert der Konzern seine vollständigen Jahresergebnisse für 2025. Analysten erwarten einen Anstieg des Nettogewinns auf 2,71 Milliarden Pfund sowie eine Erhöhung der Dividende. Ob diese Zahlen ausreichen, um den übergeordneten Aufwärtstrend wieder aufzunehmen, wird sich Ende Februar zeigen.
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