Rolls-Royce Aktie: Plötzlicher Aufwärtstrend!

Rolls-Royce hat seine Gewinnziele früher erreicht und profitiert stark vom Rechenzentrumsgeschäft, doch Analysten sehen die Aktie bei einem KGV von 40 als fair bis leicht überbewertet.

Kurz zusammengefasst:
  • Gewinn- und Cashflow-Ziele für 2027 bereits 2025 erreicht
  • Aufträge für Rechenzentrums-Notstromversorgung um 85% gestiegen
  • Strategische Großprojekte in SMR-Kernkraft und Flugtriebwerken
  • Analysten-Kursziele liegen unter dem aktuellen Aktienkurs

Seit Tufan Erginbilgiç im Januar 2023 die Führung übernahm, hat sich die Rolls-Royce Aktie fast vervierzehnfacht – eine Performance, die selbst Nvidia in den Schatten stellt. Doch nach der Rally auf Allzeithochs stellt sich die Frage: Wie viel Luft nach oben bleibt bei einer Bewertung von rund 40 KGV?

Die Kennzahlen sprechen Bände

Der Turnaround des britischen Triebwerksbauers ist beeindruckend. Für 2025 peilt das Management einen operativen Gewinn von 3,1 bis 3,2 Milliarden Pfund an – die ursprünglich für 2027 gesetzten Ziele wurden zwei Jahre früher erreicht. Der freie Cashflow soll zwischen 3,0 und 3,1 Milliarden Pfund liegen. Nach der Pandemie-bedingten Aussetzung zahlt Rolls-Royce wieder Dividenden, ein Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Pfund wurde im November 2025 abgeschlossen.

Rolls-Royce

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Analysten sehen die Aktie allerdings weitgehend fair bewertet. Morningstar taxiert den fairen Wert auf 11,20 Pfund je Anteilsschein, das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 1.216 Pence – etwa sieben Prozent unter dem aktuellen Kurs. Die historische Durchschnittsbewertung der vergangenen zehn Jahre lag bei rund 15 KGV.

Rechenzentren als Wachstumstreiber

Die Power-Systems-Sparte entwickelt sich zum heimlichen Star. Im ersten Halbjahr 2025 schoss der Auftragseingang für Rechenzentrumsprodukte um 85 Prozent in die Höhe – getrieben von der weltweiten Nachfrage nach zuverlässiger Notstromversorgung für KI-Infrastruktur. UBS-Analyst Ian Douglas-Pennant traut der Sparte bis 2028 ein Umsatzplus von 26 Prozent zu und hob sein Kursziel auf 1.625 Pence an. Das operative Ergebnis im Stromgeschäft könnte bis dahin um bis zu 60 Prozent steigen.

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Parallel arbeitet Rolls-Royce an zwei strategischen Großprojekten: Die britische Regierung stellte im November 2025 2,5 Milliarden Pfund für den Bau von drei Standorten für kleine modulare Reaktoren (SMR) auf Anglesey bereit. Auch Tschechien wählte Rolls-Royce als bevorzugten SMR-Lieferanten. Zudem erwägt das Unternehmen mit seiner UltraFan-Technologie die Rückkehr in den Markt für Schmalrumpf-Flugzeugtriebwerke – ein Segment, das etwa 85 Prozent der weltweiten Verkäufe ausmacht. Als möglicher Partner wird Pratt & Whitney gehandelt.

Verteidigung als Stabilitätsanker

Rund 25 Prozent des Konzernumsatzes stammen aus dem Verteidigungsgeschäft, das in Zeiten geopolitischer Spannungen für Planbarkeit sorgt. Während reine Rüstungswerte wie Rheinmetall oder BAE Systems Anfang 2026 von den Marktverwerfungen profitierten, blieb Rolls-Royce dahinter zurück – wohl auch, weil der zivile Luftfahrtbereich dominiert.

Die am 26. Februar anstehenden Jahreszahlen für 2025 dürften klären, ob die Bewertung gerechtfertigt ist. Entscheidend werden die Flugstunden im zivilen Luftfahrtgeschäft, neue Aufträge im Rechenzentrums-Segment und Fortschritte bei den SMR-Zulassungen sein. Das im Dezember 2025 angekündigte Interim-Rückkaufprogramm über 200 Millionen Pfund (läuft bis 24. Februar 2026) signalisiert Zuversicht – bei einer Bewertung von 40 KGV muss das Unternehmen allerdings auf allen Baustellen liefern.

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