Rolls-Royce Aktie: Rekordprogramm läuft

Rolls-Royce übertrifft mit starkem operativen Gewinnsprung die Erwartungen, hebt die Prognosen an und kündigt das größte Rückkaufprogramm seiner Geschichte an.

Kurz zusammengefasst:
  • Operativer Gewinn steigt um über 40 Prozent
  • Mehrjähriges Rückkaufprogramm bis zu 9 Mrd. Pfund
  • Alle Geschäftsbereiche verzeichnen Umsatzwachstum
  • Aktie erreicht neues Allzeithoch

Rolls-Royce hat am 26. Februar ein Zahlenwerk vorgelegt, das selbst optimistische Erwartungen übertraf. Der britische Triebwerkshersteller steigerte den operativen Gewinn um über 40 Prozent, hob die Prognosen deutlich an und kündigte das größte Aktienrückkaufprogramm seiner Geschichte an. Die Aktie markierte daraufhin ein neues Allzeithoch.

Viertes Jahr in Folge besser als erwartet

Der zugrunde liegende operative Gewinn kletterte 2025 auf 3,46 Milliarden Pfund und lag damit über den Analystenschätzungen von 3,32 Milliarden Pfund. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 20,1 Milliarden Pfund. Die operative Marge erreichte 17,3 Prozent, der freie Cashflow belief sich auf 3,3 Milliarden Pfund. Zum Jahresende wies die Bilanz eine Netto-Liquidität von 1,9 Milliarden Pfund aus.

Rolls-Royce

GB00B63H8491
-
Heute: -
7 Tage: -

Jefferies-Analystin Chloe Lemarie bezeichnete die Zahlen als „hochwertige Veröffentlichung“ und hob hervor, dass vor allem das Kraftwerksgeschäft zum Gewinnsprung beitrug. Es war das vierte Jahr in Folge, in dem Rolls-Royce die Erwartungen übertraf.

Alle drei Geschäftsbereiche im Aufwind

Die Zivilluftfahrt – mit Abstand größter Umsatz- und Gewinnbringer des Konzerns – wuchs um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Verteidigungsgeschäft legte um 8 Prozent zu. Die Flugstunden der großen Triebwerke, Grundlage des „Power-by-the-Hour“-Wartungsprogramms, übertrafen mittlerweile das Vor-Pandemie-Niveau.

Besonders dynamisch entwickelte sich der Bereich Power Systems, der Motoren für Schiffe und U-Boote fertigt und zudem das Rechenzentrumsgeschäft umfasst. Hier stieg der Auftragseingang im Jahresvergleich um 85 Prozent.

Rückkaufprogramm über bis zu 9 Milliarden Pfund

Rolls-Royce kündigte ein mehrjähriges Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 7 bis 9 Milliarden Pfund für die Jahre 2026 bis 2028 an. Allein 2026 sollen Aktien für 2,5 Milliarden Pfund zurückgekauft werden. Erst 2025 hatte das Unternehmen nach mehr als fünf Jahren wieder eine Dividende gezahlt und erstmals seit zehn Jahren ein Rückkaufprogramm über 1 Milliarde Pfund durchgeführt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rolls-Royce?

Für 2025 schlägt der Konzern eine Schlussdividende von 5,0 Pence je Aktie vor, womit sich die Gesamtdividende auf 9,5 Pence summiert. Die Ausschüttung ist für den 3. Juni 2026 geplant.

Die Prognose für 2026 liegt mit einem operativen Gewinn von 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund deutlich über dem Analystenkonsens von 3,65 Milliarden Pfund. Der freie Cashflow soll zwischen 3,6 und 3,8 Milliarden Pfund erreichen. Für 2028 peilt das Management einen operativen Gewinn von 4,9 bis 5,2 Milliarden Pfund an.

Schmalrumpfjets und Atomreaktoren im Blick

CEO Tufan Erginbilgic erwähnte die Möglichkeit, wieder in den Markt für Schmalrumpfflugzeuge einzusteigen. Derzeit liefert Rolls-Royce Triebwerke für Großraumjets wie die Boeing 787 und den Airbus A330neo. Ein Wiedereinstieg käme zu einem Zeitpunkt, da Flugzeughersteller Schwierigkeiten haben, genügend Triebwerke für ihre Auslieferungsziele zu beschaffen.

Parallel baut Rolls-Royce ein Geschäft mit kleinen modularen Nuklearreaktoren auf und erhielt staatliche Unterstützung für den Bau des ersten britischen SMR. Das SMR-Geschäft verbraucht derzeit noch Kapital, soll laut Erginbilgic aber bis 2030 profitabel und cashflow-positiv werden.

Vom Sanierungsfall zum Schwergewicht

Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Seit Jahresbeginn 2026 steht ein Plus von 16 Prozent zu Buche. Die Marktkapitalisierung liegt mittlerweile bei 115 Milliarden Pfund – Rolls-Royce zählt damit zu den größten britischen Unternehmen. Die Aktie wird aktuell mit dem rund 40-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet, was sowohl den Erfolg der Transformation als auch die hohen Erwartungen widerspiegelt.

Die entscheidende Frage ist nun, ob das Unternehmen die ambitionierten Ziele für 2026 tatsächlich erreichen kann. Am 30. April findet die Hauptversammlung statt, auf der die Dividende zur Abstimmung steht.

Rolls-Royce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rolls-Royce-Analyse vom 1. März liefert die Antwort:

Die neusten Rolls-Royce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rolls-Royce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rolls-Royce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu Rolls-Royce

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Rolls-Royce

Neueste News

Alle News

Rolls-Royce Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten