Rolls-Royce Aktie: Rüstung, Rückkauf, Risiken
Rolls-Royce erzielt Rekordgewinne und sichert sich einen großen Bundeswehr-Auftrag, während die Aktie deutlich unter ihrem Höchststand notiert. Das Unternehmen treibt gleichzeitig nachhaltige Flugantriebe voran.

Kurz zusammengefasst
- Großauftrag der Bundeswehr für Panzerantriebe
- Rekordoperativer Gewinn und Aktienrückkäufe
- Förderung für klimafreundlichen UltraFan-Antrieb
- Kritik von Airlines an gestiegenen Wartungskosten
Rolls-Royce sammelt Aufträge, kauft eigene Aktien zurück und drückt gleichzeitig aufs Tempo bei Zukunftstechnologien. Das Bild wirkt auf den ersten Blick makellos — doch die Aktie notiert trotz aller Erfolgsmeldungen rund 17 Prozent unter ihrem Februarhoch.
Bundeswehr-Auftrag für Power Systems
Die Sparte Power Systems hat einen der größten Rüstungsaufträge ihrer Geschichte an Land gezogen. Die Bundeswehr bestellt rund 200 Antriebseinheiten vom Typ mtu PowerPack mit dem 10V-890-Motor für den Schützenpanzer Puma — ein Fahrzeug, von dem bereits etwa 350 Stück im Dienst sind. Der Motor leistet rund 800 kW und wurde mit verbesserter Kühlung, neuer Leistungselektronik und robusteren Filtersystemen für den Einsatz unter extremen Bedingungen aufgerüstet.
Auslieferungen sollen ab 2028 beginnen. Um die wachsende Nachfrage zu bedienen, baut Rolls-Royce Power Systems neue Produktionslinien auf und stellt zusätzliches Fachpersonal ein.
Rekordgewinne als Messlatte
Der Puma-Auftrag folgt auf ein außergewöhnliches Geschäftsjahr. 2025 stieg der operative Gewinn um mehr als 40 Prozent auf einen Rekordwert von 3,46 Milliarden Pfund — das vierte Jahr in Folge, in dem Rolls-Royce die Erwartungen übertraf. Für 2026 peilt das Unternehmen 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund operativen Gewinn an, mittelfristig sollen es bis zu 5,2 Milliarden Pfund werden.
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Parallel läuft das angekündigte Aktienrückkaufprogramm über insgesamt 7 bis 9 Milliarden Pfund (2026–2028). Bislang wurden rund 21,5 Millionen Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 1.246 Pence zurückgekauft und sollen eingezogen werden.
Zivilgeschäft und ein unbequemes Thema
Auf der zivilen Seite treibt Rolls-Royce die Rückkehr in den Markt für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge voran. Für das Forschungsprojekt UNIFIED, das den UltraFan-30-Demonstrator entwickeln soll, sicherte sich das Unternehmen 64 Millionen Euro aus dem EU-Programm Clean Aviation. Der UltraFan-Antrieb soll gegenüber dem Stand von 2020 rund 30 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen — Bodentests sind für 2028 geplant.
Weniger komfortabel ist die Debatte um Wartungspreise. Airlines werfen Triebwerksherstellern vor, Reparaturkosten trotz anhaltender Qualitätsprobleme und langer Warteschlangen zu erhöhen. Rolls-Royce verweist auf Lieferkettenprobleme nach der Pandemie und gestiegene Kosten. Wie das Management diese Kritik einordnet, dürfte beim Aktionärstreffen am 30. April 2026 ein Thema sein — der Halbjahresbericht folgt am 30. Juli 2026.
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