Rolls-Royce Aktie: Vertragsregen

Rolls-Royce sichert sich bedeutende Verträge mit China Airlines und Yokogawa, die das Geschäft in Luftfahrt und Kernenergie stärken. Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter.

Redaktion Stock-World ·
Rolls-Royce Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • China Airlines bestellt TotalCare für 36 Trent-XWB-Triebwerke
  • Strategische Partnerschaft mit Yokogawa für SMR-Reaktoren
  • Verteidigung der Preispolitik auf der Singapore Airshow
  • Fortführung des laufenden Aktienrückkaufprogramms

Rolls-Royce baut sein Geschäft in der Luftfahrt und der Kernenergie aus. Innerhalb einer Woche hat der britische Konzern mehrere bedeutende Verträge gesichert – von China Airlines bis zu einer strategischen Partnerschaft im Reaktorbau. Die Entwicklungen zeigen, wie breit der Triebwerkshersteller aufgestellt ist.

China Airlines setzt auf TotalCare

Am 4. Februar 2026 gab Rolls-Royce bekannt, dass die taiwanesische China Airlines TotalCare-Verträge für insgesamt 36 Trent-XWB-Triebwerke unterzeichnet hat. Konkret umfasst der Deal 30 Trent XWB-97 und sechs Trent XWB-84 Triebwerke. Diese werden 15 Airbus A350-1000 und drei A350-900 antreiben.

Mit dem Vertragsabschluss wächst die A350-Flotte der Airline von 15 auf 33 Maschinen, die mit Rolls-Royce-Triebwerken ausgestattet sind. Das TotalCare-Paket überträgt das Risiko für Wartungskosten und Einsatzdauer zurück an Rolls-Royce – ein Modell, das Airlines Planungssicherheit bietet.

Das Trent XWB-97 hat in sieben Betriebsjahren bereits mehr als vier Millionen Flugstunden absolviert. Laut Unternehmensangaben sorgen Verbesserungen für eine 60 Prozent längere Einsatzzeit zwischen Wartungen. Eine dritte Phase, geplant für 2028, soll die Lebensdauer in anspruchsvollen Umgebungen verdoppeln.

Preisdebatte auf der Singapore Airshow

Auf der Singapore Airshow am 3. Februar 2026 verteidigte Rob Watson, Präsident der zivilen Luftfahrtsparte, die Preisgestaltung des Konzerns. Hintergrund sind Vorwürfe der International Air Transport Association, Rolls-Royce verlange zu hohe Preise für Triebwerke.

Watson verwies auf Lieferkettenprobleme durch die Corona-Pandemie und geopolitische Spannungen. Zudem bestätigte er, dass das Verbesserungsprogramm für das Trent XWB-97 im Plan liegt. 2027 sollen Tests unter extremen Bedingungen im Nahen Osten folgen.

Yokogawa liefert Steuersysteme für SMR-Reaktoren

Am 2. Februar 2026 verkündete die Reaktorsparte Rolls-Royce SMR eine Partnerschaft mit der japanischen Yokogawa Electric Corporation. Yokogawa wird Datenverarbeitungs- und Steuerungssysteme für die kleinen modularen Reaktoren (SMR) des Konzerns liefern.

Die Arbeiten werden aus Yokogawas britischem Werk in Runcorn sowie aus Standorten in Tschechien und den Niederlanden erbracht. Rolls-Royce SMR ist bevorzugter Bieter für die ersten SMR-Reaktoren in Großbritannien am Standort Wylfa auf Anglesey. Zudem soll das Unternehmen bis zu 3 Gigawatt neue Kernkraftkapazität in Tschechien errichten.

Aktienrückkauf läuft weiter

Parallel führt Rolls-Royce sein laufendes Aktienrückkaufprogramm fort. Am 3. Februar 2026 meldete die Londoner Börse weitere Transaktionen. Die zurückgekauften Aktien sollen eingezogen werden.

Zahlen am 26. Februar

Am 26. Februar 2026 legt Rolls-Royce die vollständigen Geschäftszahlen für 2025 vor. Das Unternehmen hatte zuletzt einen operativen Gewinn zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund sowie einen freien Cashflow von 3,0 bis 3,1 Milliarden Pfund in Aussicht gestellt. Ob die Vertragsabschlüsse der vergangenen Tage bereits in die Prognose eingeflossen sind oder künftiges Wachstum stützen, wird sich dann zeigen.

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Rolls-Royce Aktie

14,61 EUR

+ 0,63 EUR +4,54 %
KGV 32,34
KUV 6,41
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,87 %
Marktkapitalisierung 113,32 Mrd. GBP
Ø Kursziel 17,32 GBP
ISIN: GB00B63H8491 WKN: A1H81L

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