RTL Group hat 2025 einen klaren Strategieschwenk vollzogen: weg vom klassischen Fernsehen, hin zu digitalen Plattformen. Die Jahreszahlen, die das Unternehmen am Donnerstag vorlegte, spiegeln diesen Wandel deutlich wider — mit einem Gewinnsprung, der allerdings einer Einmalwirkung zu verdanken ist.
Gewinn verdoppelt, aber mit Sondereffekt
Der Konzerngewinn kletterte 2025 auf 1,028 Milliarden Euro — mehr als doppelt so viel wie die 555 Millionen Euro im Vorjahr. Ausschlaggebend war der Buchgewinn aus dem Verkauf von RTL Nederland. Ohne diesen Sondereffekt zeigt das operative Bild ein nüchterneres Bild: Das bereinigte EBITA lag bei 661 Millionen Euro, die operative Marge bei 11,0 Prozent.
Der Gesamtumsatz sank um 3,8 Prozent auf 6,018 Milliarden Euro. Das klassische TV-Werbegeschäft verlor 7,0 Prozent auf 2,189 Milliarden Euro. Gleichzeitig wuchs die digitale Werbung um 27,7 Prozent auf 517 Millionen Euro und kompensierte damit rund 68 Prozent des linearen Rückgangs. Auch die Produktionstochter Fremantle verzeichnete mit minus 9,4 Prozent auf 2,043 Milliarden Euro einen Umsatzrückgang.
Streaming kurz vor der Gewinnzone
Das Streaming-Geschäft entwickelt sich zum entscheidenden Wachstumshebel. Die Erlöse stiegen um 26,3 Prozent auf 509 Millionen Euro, die Zahl der zahlenden Abonnenten wuchs um 19,2 Prozent auf 8,06 Millionen. Die Anlaufverluste in diesem Segment schrumpften um 90 Millionen auf noch 47 Millionen Euro — im vierten Quartal 2025 erreichte die Sparte nahezu die Gewinnschwelle.
Für 2026 erwartet das Management einen positiven Ergebnisbeitrag von 25 bis 50 Millionen Euro aus dem Streaming-Bereich.
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Ausblick: Übernahme und Wachstumsziele
Für das laufende Jahr peilt RTL Group einen Umsatz zwischen 6,1 und 6,2 Milliarden Euro an. Das bereinigte EBITA soll um rund 10 Prozent auf etwa 725 Millionen Euro steigen, gestützt durch ein Kostensenkungsprogramm mit einem Einsparziel von 75 Millionen Euro.
Strategisch zentral ist die geplante Übernahme von Sky Deutschland, die in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden soll — vorbehaltlich der Regulierungsgenehmigungen. Der Deal soll die Marktstellung im DACH-Raum stärken und das Streaming-Geschäft weiter skalieren. Ergänzt wird die Wachstumsstrategie durch Inhaltspartnerschaften mit Deutsche Telekom, Amazon und Warner Bros. Discovery sowie die Übertragungsrechte für sieben Formel-1-Rennen im deutschen Free-TV.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt RTL Group eine Dividende von 5,50 Euro je Aktie vor, was auf Basis der aktuellen Bewertung einer Rendite von rund 16,5 Prozent entspricht.
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