RWE: 300 GWh für Network Rail

RWE schließt langfristige Stromlieferverträge mit britischen Großkunden ab. Die PPAs mit Network Rail und Breedon Group stabilisieren die Erlöse aus Windkraft.

Eduard Altmann ·
Rwe Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Zwei neue PPAs in Großbritannien
  • Network Rail erhält 300 GWh jährlich
  • Breedon Group mit 15-Jahres-Vertrag
  • Aktie mit 80 Prozent Plus auf Jahressicht

Volatile Strompreise zwingen Europas Versorger zur Anpassung. RWE sichert seine Erlöse im britischen Markt nun langfristig ab. Zwei neue Direktlieferverträge mit industriellen Großkunden verringern die Abhängigkeit von kurzfristigen Preisschwankungen.

Der Energiekonzern hat mit dem britischen Infrastrukturbetreiber Network Rail ein Power Purchase Agreement (PPA) unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst eine jährliche Liefermenge von 300 Gigawattstunden. Der Vertrag läuft über fünf Jahre und startet voraussichtlich im April 2027.

Damit deckt der Bahnbetreiber künftig fast zwei Drittel seines Strombedarfs abseits des direkten Zugverkehrs. Die Energie stammt aus dem Offshore-Windpark Gwynt y Môr. Diese Anlage zählt mit einer installierten Leistung von 576 Megawatt zu den größten britischen RWE-Projekten.

Parallel dazu bindet RWE die Breedon Group an sich. Der Baustoffhersteller nimmt über einen Zeitraum von 15 Jahren jährlich rund 70 Gigawattstunden aus dem britischen Windkraftportfolio ab.

Planungssicherheit statt Preisroulette

Die europäische Energiewirtschaft kämpft mit hohen Investitionskosten für den Netzausbau und neue Kapazitäten. Verlässliche Rahmenbedingungen sind für die Rentabilität von Energiewende-Projekten essenziell. Während die Politik über die Rolle von Gaskraftwerken als Grundlastreserve debattiert, forcieren Versorger die kommerzielle Absicherung.

RWE wählt hier einen klaren Weg. Anstatt den produzierten Windstrom vollständig am Spotmarkt zu veräußern, setzt der Konzern auf die Direktvermarktung an die Industrie. Das garantiert feste Zahlungsströme und erleichtert die Finanzierung weiterer Anlagen.

Starke Jahresbilanz an der Börse

Aktionäre honorieren diese Ausrichtung bereits seit Monaten. Die RWE-Aktie ging am Freitag bei 58,92 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein Plus von gut 80 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Wertzuwachs auf beachtliche 25 Prozent.

Kurzfristig legte der Kurs zuletzt eine Pause ein und gab auf siebentägige Sicht leicht nach. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt intakt. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt komfortable 25 Prozent.

Für das Management bilden die PPAs das Fundament für die anvisierten Gewinnsteigerungen. Im Geschäftsjahr 2027 peilt RWE ein bereinigtes Nettoergebnis zwischen 1,9 und 2,4 Milliarden Euro an.

Das langfristige Ziel reicht weiter. Bis 2031 soll der bereinigte Gewinn je Aktie auf 4,40 Euro klettern. Die künftige Entwicklung der PPA-Pipeline entscheidet maßgeblich darüber, ob der Konzern diese Vorgaben erreichen kann.

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