RWE Aktie: Amprion treibt das Wachstum

RWE profitiert massiv von seiner Beteiligung am Netzbetreiber Amprion, dessen Umsatz und Gewinn stark steigen. Zudem erhöht der Konzern seine Dividende und setzt auf Aktienrückkäufe.

Redaktion Stock-World ·
Rwe Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Amprion steigert Gewinn um 72 Prozent
  • Dividende wird auf 1,20 Euro angehoben
  • Aktienrückkaufprogramm läuft weiter
  • Netzausbau-Investitionen von 42 Mrd. Euro geplant

RWE hat ein stilles Ass im Ärmel. Während die Aktie zuletzt unter Druck geriet, läuft im Hintergrund ein Wachstumstreiber heiß, den viele Anleger kaum auf dem Schirm haben: die Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion.

Amprion: Rekordinvestitionen mit direkter Wirkung

RWE hält 25,1 Prozent an Amprion — über ein Joint Venture, das der Konzern vollständig konsolidiert und operativ kontrolliert. Apollo Global Management zahlte dafür 3,2 Milliarden Euro an RWE. Das Geld fließt direkt in den Netzausbau.

Die Ergebnisse zeigen Wirkung. Amprion steigerte den Umsatz um neun Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern kletterte um 72 Prozent auf 672 Millionen Euro. Für das laufende Jahr hebt Amprion das Investitionstempo deutlich an: von 5,4 auf 7,3 Milliarden Euro. Bis 2030 plant der Dortmunder Netzbetreiber Gesamtinvestitionen von 42,1 Milliarden Euro.

Die Folge: Steigende Transportvolumina im Hochspannungsnetz. Im ersten Quartal 2026 deckten Wind- und Solar bereits 53 Prozent des deutschen Stromverbrauchs ab — mehr Strom im Netz bedeutet mehr Erlöse für Amprion und damit für RWE. Obendrein sollen die neuen Trassen A-Nord und Ultranet ab 2027 die jährlichen Netzengpasskosten um rund 700 Millionen Euro senken.

Rückkauf läuft, Dividende steigt

Parallel kauft RWE weiter eigene Aktien zurück. Das 1,5-Milliarden-Euro-Programm soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Allein zwischen dem 30. März und dem 2. April erwarb RWE knapp 290.000 eigene Aktien für rund 16,7 Millionen Euro. Seit Start der dritten Tranche im Dezember 2025 summiert sich das Volumen auf gut 6,73 Millionen Aktien.

Am 30. April stimmen Aktionäre auf der virtuellen Hauptversammlung über eine Dividende von 1,20 Euro je Aktie ab. Der Ex-Tag fällt auf den 4. Mai, die Auszahlung folgt am 6. Mai. Für 2026 plant RWE bereits 1,32 Euro. Das jährliche Wachstumsziel bei der Dividende wurde von fünf bis zehn Prozent auf konstant zehn Prozent angehoben — gestützt auf neun Jahre ohne Kürzung.

Kurs gibt nach, Ziele bleiben hoch

Die RWE-Aktie notiert aktuell bei 55,90 Euro und liegt damit knapp sechs Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 59,18 Euro. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 19 Prozent zu Buche. Der RSI liegt bei 18,8 — technisch tief im überverkauften Bereich.

Mittelfristig zielt RWE auf ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 4,40 Euro bis 2031. Das EBITDA soll von der für 2026 angepeilten Spanne von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro im Folgejahr auf bis zu 6,8 Milliarden Euro wachsen. Neben europäischen Erneuerbaren-Projekten setzt RWE auf US-Gaskraftwerke, die künftig energieintensive Rechenzentren für KI absichern sollen. Am 13. Mai liefert die Analysten- und Investorenkonferenz zum ersten Quartal 2026 den nächsten Realitätscheck.

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Rwe Aktie

59,52 EUR

+ 0,04 EUR +0,07 %
KGV 13,12
KUV 2,95
Sektor Versorgungsunternehmen
Div.-Rendite 2,00 %
Marktkapitalisierung 45,52 Mrd. EUR
Ø Kursziel 67,88 EUR
ISIN: DE0007037129 WKN: 703712

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