Der Essener Energiekonzern sendet derzeit gleich zwei positive Signale an den Markt: Während das Management das eigene Aktienrückkaufprogramm konsequent fortsetzt, winkt von politischer Seite unerwarteter Rückenwind für das operative Geschäft. Doch reicht diese Kombination aus Kurspflege und besseren regulatorischen Rahmenbedingungen, um den jüngsten Aufwärtstrend nachhaltig zu sichern?
Hier sind die Fakten der Woche:
- Rückkaufvolumen: 274.639 Aktien (ca. 12,5 Mio. Euro) in der letzten Woche erworben.
- Durchschnittspreis: Das Management kaufte zu durchschnittlich 45,16 Euro.
- Marktperformance: Aktueller Kurs bei 47,78 Euro (+1,14 % heute).
- Trend: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie 1,85 % im Plus.
Konsequente Kurspflege
Rwe nutzt die eigene Liquidität weiterhin aktiv zur Stützung des Aktienkurses. Wie aus der heutigen Kapitalmarktinformation hervorgeht, kaufte der Konzern zwischen dem 29. Dezember 2025 und dem 02. Januar 2026 eigene Anteile im Wert von rund 12,5 Millionen Euro zurück. Dies geschah im Rahmen der dritten Tranche des laufenden Programms, über die seit Anfang Dezember bereits gut 1,7 Millionen Aktien eingesammelt wurden.
Besonders interessant für Anleger ist das Preisniveau dieser Transaktionen. Der gewichtete Durchschnittskaufpreis von 45,16 Euro fungiert faktisch als eine vom Management eingezogene Untergrenze. Dass die Aktie heute bei 47,78 Euro notiert, bestätigt die Strategie: Der Kurs hat sich spürbar von diesem Niveau nach oben abgesetzt. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 44,67 Euro beträgt mittlerweile fast 7 %, was den kurzfristigen Aufwärtstrend technisch untermauert.
Regulatorischer Rückenwind aus Berlin
Neben der finanziellen Kurspflege verbessern sich auch die fundamentalen Aussichten für das Kerngeschäft. Der Branchendienst Recharge berichtet, dass Deutschland das Ausschreibungsvolumen für Onshore-Windkraft weiter anhebt. Durch ein zusätzliches Volumen für die kommende Februar-Auktion soll die Gesamtkapazität der diesjährigen Ausschreibungen auf fast 11 Gigawatt (GW) steigen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rwe?
Für Rwe als einen der führenden Projektentwickler im Heimatmarkt ist dies eine entscheidende Nachricht. Die Erhöhung schafft nicht nur Planungssicherheit für die gut gefüllte Projektpipeline, sondern vergrößert auch die Chancen, bei den Auktionen signifikante Zuschläge zu erhalten. Diese Perspektive auf operatives Wachstum ergänzt die Story der „Cash Cow“, die Kapital an die Aktionäre ausschüttet.
Stimmungswandel bei Investoren
Die Kombination aus aktiver Kapitalrückführung und verbesserter Auftragslage scheint auch die Skeptiker zum Umdenken zu bewegen. Daten von MarketBeat zeigen, dass das Short Interest (Leerverkaufsquote) bei den RWE-ADRs zuletzt um über 60 % eingebrochen ist. Institutionelle Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, schließen offenbar ihre Positionen, da sie das Abwärtsrisiko angesichts der stabilen Unterstützung bei 45 Euro als begrenzt einschätzen.
Für die weitere Kursentwicklung wird die operative Umsetzung der neuen politischen Vorgaben entscheidend sein. Die erwähnte Februar-Auktion dient dabei als erster konkreter Gradmesser für die Wettbewerbsfähigkeit von Rwe im neuen Jahr. Gelingt es dem Konzern, sich hier große Volumina zu sichern, dürfte der aktuelle Kursbereich um 47 bis 48 Euro eine solide Basis für den Angriff auf das 52-Wochen-Hoch bei 53,42 Euro bilden.
Rwe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rwe-Analyse vom 7. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Rwe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rwe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rwe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
