RWE Aktie: Exane streicht Empfehlung
Exane BNP Paribas stuft RWE herab: Analyst sieht den Versorger fair bewertet und erwartet eine Verschnaufpause nach dem starken Kursanstieg.

Kurz zusammengefasst
- Analyst streicht Kaufvotum für Rwe
- Aktie gibt rund ein Prozent nach
- Bewertungsargument statt Strategieproblem
- Solarpark auf ehemaligem Kohlestandort geplant
Ein Upgrade vor wenigen Wochen, jetzt die Kehrtwende: Analyst Harry Wyburd von Exane BNP Paribas hat seine Kaufempfehlung für RWE aus Bewertungsgründen gestrichen — und die Aktie reagiert prompt mit Verlusten.
Am Donnerstagmorgen gab das Papier auf XETRA rund ein Prozent auf etwa 56 Euro nach. Das ist eine merkliche Abkühlung nach dem starken Lauf zuletzt: Ende April hatte RWE mit 62 Euro noch den höchsten Stand seit 16 Jahren markiert — getragen von einem Jahresplus von 37 Prozent in 2025.
Auf halbem Weg
Wyburds Analyse trifft einen Nerv. Er beschreibt RWE als Unternehmen auf halbem Weg — raus aus dem Profil eines klassischen integrierten Versorgers, aber noch nicht vollständig als günstiger bewerteter Erneuerbare-Energien-Konzern angekommen. Genau in dieser Mitte steckt die Aktie gerade fest: fair bewertet, nicht mehr günstig.
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Das ist keine Gewinnwarnung und kein Strategieproblem — es ist ein Bewertungsargument. Wyburd rechnet mit einer anhaltenden Verschnaufpause, solange sich der Transformationsprozess nicht stärker in den Kennzahlen niederschlägt.
Ausbau läuft trotzdem weiter
Operativ bleibt RWE aktiv. Im Tagebau Hambach entsteht ein neuer Solarpark mit 16,5 Megawatt Leistung und einem 80-Megawattstunden-Batteriespeicher — eines von mehreren Projekten, mit denen der Konzern ehemalige Kohlestandorte in erneuerbare Erzeugungskapazität umwandelt.
Kein Wunder, dass Anleger die Frage stellen, wann sich das in der Bewertung niederschlägt. Genau das ist Wyburds Punkt: noch nicht jetzt. Ob der Kursrückgang auf 56 Euro eine Einstiegsgelegenheit markiert oder der Beginn einer längeren Konsolidierungsphase ist, hängt davon ab, wie schnell RWE das Erneuerbare-Profil schärft — und ob der Markt bereit ist, diesen Wandel früher einzupreisen als Exane.
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