RWE Aktie: Milliarden-Deal gelingt

Der Energiekonzern RWE verkauft 50 Prozent an zwei Offshore-Windprojekten an den US-Investor KKR und sicherte sich in einer britischen Auktion Zuschläge für 6,9 GW Kapazität.

Andreas Sommer ·
Rwe Aktie

Kurz zusammengefasst

  • US-Investor KKR steigt bei britischen Windparks ein
  • Rwe dominiert staatliche Auktion mit 6,9 GW Zuschlag
  • Aktienrückkauf und LNG-Vertrag zur Diversifizierung
  • Klimaklage aus Pakistan sorgt für juristisches Störfeuer

Der Essener Energiekonzern zündet die nächste Stufe seiner Expansionsstrategie. Mit einem 15-Milliarden-Dollar-Projekt und einem neuen US-Partner setzt RWE ein massives Ausrufezeichen im britischen Markt. Während das operative Geschäft durch Auktionserfolge und LNG-Verträge Fahrt aufnimmt, sorgt jedoch eine juristische Altlast für Störfeuer.

KKR steigt bei britischen Windparks ein

Der strategisch wichtigste Schachzug ist die neue Partnerschaft mit dem US-Finanzinvestor KKR. RWE verkauft jeweils 50 Prozent an den beiden Offshore-Windprojekten Norfolk Vanguard East und West. Das finanzielle Volumen ist beachtlich: Während der Gesamtkapitalbedarf der Projekte bei über 15 Milliarden Dollar liegt, fließen RWE durch den Anteilsverkauf rund 1,8 Milliarden Dollar direkt zu.

Der Konzern behält die operative Führung bei Entwicklung und Bau. Die Inbetriebnahme der Anlagen, die rechnerisch drei Millionen Haushalte versorgen sollen, ist für 2029 und 2030 terminiert.

Dominanz bei britischer Auktion

Der Deal mit KKR flankiert einen signifikanten Erfolg bei der staatlichen „Contracts-for-Difference“-Auktion (AR7). RWE sicherte sich hier Zuschläge für insgesamt 6,9 GW Offshore-Windkapazität – das mit Abstand beste Ergebnis aller Bieter.

Die Konditionen bieten langfristige Planungssicherheit: Der garantierte Abnahmepreis liegt bei 91,20 Pfund pro Megawattstunde, inflationsindexiert über 20 Jahre. Durch diesen Erfolg festigt RWE seine Position als weltweit zweitgrößter Betreiber von Offshore-Windparks mit nun 19 Anlagen in fünf Ländern.

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Aktienrückkauf und LNG-Expansion

Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien treibt das Management zwei weitere Säulen voran:
* Kapitalrückfluss: Der Aktienrückkauf läuft planmäßig weiter. Allein zwischen dem 12. und 16. Januar erwarb das Unternehmen über 400.000 eigene Anteile zu steigenden Durchschnittskursen bis 51,31 Euro.
* Gasversorgung: Zur Diversifizierung wurde ein 20-Jahres-Vertrag mit Texas LNG unterzeichnet. Ab 2028 bezieht RWE jährlich eine Million Tonnen Flüssigerdgas für den europäischen und globalen Markt.

Juristischer Gegenwind aus Pakistan

Getrübt wird die Nachrichtenlage lediglich durch eine neue Klimaklage. Pakistanische Bauern fordern vor dem Landgericht Heidelberg Schadensersatz für Folgen der Überschwemmungen im Jahr 2022. RWE weist die Vorwürfe als unbegründet zurück und verweist auf die eigene, wissenschaftlich bestätigte Dekarbonisierungsstrategie sowie den geplanten Kohleausstieg 2030. Das Unternehmen stützt sich dabei auf vergangene Urteile: Eine ähnliche Klage gegen RWE scheiterte erst im Mai 2025 in zweiter Instanz.

Der Abschluss der Transaktion mit KKR wird für den Sommer 2026 erwartet. Mit den staatlich garantierten Preisen aus der Auktion und der Liquidität durch den Teilverkauf hat RWE die Finanzierung seiner Großprojekte bis zum Ende des Jahrzehnts auf ein solides Fundament gestellt.

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Rwe Aktie

58,94 EUR

+ 0,02 EUR +0,03 %
KGV 13,66
Sektor Versorgungsunternehmen
Div.-Rendite 2,05 %
Marktkapitalisierung 41,91 Mrd. EUR
ISIN: DE0007037129 WKN: 703712

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