RWE Aktie: Rückenwind, Kritik

RWE verdoppelt den Bau erneuerbarer Kapazitäten in Italien, während ein internes Positionspapier zu Gas und Ausschreibungen politischen Gegenwind auslöst.

Kurz zusammengefasst:
  • Wind- und Solarbau in Italien mehr als verdoppelt
  • Vertrauliches Papier bevorzugt Gaskraftwerke
  • Barclays hält an positiver Bewertung fest
  • Aktienrückkäufe im laufenden Programm fortgesetzt

RWE treibt den Ausbau der Erneuerbaren in Italien deutlich voran – und handelt sich gleichzeitig Gegenwind in Berlin ein. Während neue Wind- und Solarprojekte die Wachstumsstory stützen, sorgt ein vertrauliches Strategiepapier an die Bundesregierung für Kontroversen. Was überwiegt für Anleger: operativer Fortschritt oder politische Reibung?

Italien-Ausbau: 235 MW im Bau

RWE hat am 26. Februar mitgeteilt, die im Bau befindliche Wind- und Solarkapazität in Italien auf 235 Megawatt mehr als verdoppelt zu haben. Nach 112 MW, die 2025 gestartet wurden, kamen 2026 weitere 123 MW hinzu. Laut Unternehmen sollen die Projekte nach Fertigstellung rechnerisch Strom für über 190.000 Haushalte liefern.

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Zu den Vorhaben gehören unter anderem:
– der Onshore-Windpark Alas auf Sardinien mit 66 MW (Inbetriebnahme für 2027 geplant),
– die Solarparks Ponte Valentino 1 & 2 in Kampanien mit 19 MWac,
– sowie vier Agri-PV-Projekte in Kampanien, Sizilien und Kalabrien mit zusammen 38,2 MWac.

Zusätzlich steht der Baustart des Windparks Serra Giannina (Basilikata) mit 42 MW laut RWE kurz bevor. In Italien betreibt der Konzern nach eigenen Angaben bereits 17 Onshore-Windparks mit 589 MW installierter Leistung.

Strategiepapier: Vorwurf der Bevorzugung von Gas

Parallel zum Ausbau berichtete das Handelsblatt am 24. Februar über ein vertrauliches Papier an die Bundesregierung. Laut Business Insider (unter Bezug auf die Handelsblatt-Recherche) dringt RWE darauf, Ausschreibungskriterien für neue Kraftwerke so zu gestalten, dass Gaskraftwerke bevorzugt und Batteriespeicher faktisch ausgeschlossen würden.

Als Begründung wird dem Bericht zufolge angeführt, dass nur Gaskraftwerke die Versorgungssicherheit bei Dunkelflauten gewährleisten könnten. Außerdem richtet sich RWE laut Business Insider gegen Empfehlungen des Bundeskartellamts, die Marktmacht großer Erzeuger stärker zu begrenzen.

Widerspruch kam unter anderem von Philipp Schröder, CEO von 1Komma5 Grad. Er bezeichnete es laut Business Insider als „politisch und volkswirtschaftlich fahrlässig“, diese Positionen zu übernehmen.

Barclays bleibt „Overweight“ – Rückkäufe laufen

Ebenfalls am 24. Februar bestätigte Barclays laut dpa-AFX die Einstufung „Overweight“ und ein Kursziel von 60 Euro. Analyst Peter Crampton schrieb laut MarketScreener, die strategischen Vorschläge an die Bundesregierung sollten vom Markt positiv aufgenommen werden.

Unabhängig davon setzt RWE sein Aktienrückkaufprogramm fort: In der dritten Tranche (Volumen 500 Mio. Euro, spätestens bis Juni 2026) kaufte der Konzern laut Zwischenbericht Nr. 12 vom 16. bis 20. Februar 405.334 Aktien zurück. Seit Start der Tranche am 3. Dezember 2025 summiert sich das auf 4.547.164 Aktien. Das Gesamtprogramm läuft bis zu 1,5 Mrd. Euro.

Am Freitag notiert die Aktie bei 53,78 Euro und damit nur rund 1,3% unter dem 52-Wochen-Hoch von 54,50 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von 78,85% – der Kurs bleibt damit in Schlagdistanz zu seinem jüngsten Spitzenbereich, trotz der politischen Diskussion rund um das Strategiepapier.

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