Saab Aktie: 18-Gripen-Flotte in Ungarn komplett
Saab schließt Auslieferung von Gripen-Jets an Ungarn ab und investiert in KI-Startup. Auftragsbestand von 274 Mrd. Kronen treibt Wachstum.

Kurz zusammengefasst
- Letzte Gripen-Kampfjets in Ungarn gelandet
- Saab investiert 11,1 Mio. Euro in KI-Startup
- Neues mobiles Radarsystem Giraffe AMB D vorgestellt
- Auftragsbestand erreicht 274 Milliarden Kronen
Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die letzten beiden Gripen-Kampfjets sind in Ungarn gelandet. Damit endet eine Lieferphase, die den Luftraum der NATO nachhaltig stärkt.
Auf dem Luftwaffenstützpunkt Kecskemét traf heute die finale Lieferung ein. Die ungarische Luftwaffe betreibt nun insgesamt 18 Gripen-Maschinen. Der Fuhrpark setzt sich aus Einsitzern und zwei Doppelsitzern zusammen. Grundlage war eine Vertragsanpassung vom Januar 2024.
Saab-Manager Lars Tossman blickt bereits nach vorn. Die Partnerschaft geht nun in eine langfristige Wartungsphase über. Ein entsprechender Servicevertrag sichert die Einsatzbereitschaft für mindestens ein weiteres Jahrzehnt. Regelmäßige technische Upgrades sind fest eingeplant.
Radar-Update und KI-Einstieg
Parallel dazu treibt der Konzern seine technologische Entwicklung voran. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory präsentierte Saab ein neues mobiles Radarsystem. Die Anlage namens Giraffe AMB D ist softwarebasiert und deutlich kompakter als Vorgängermodelle.
Mitte Juni erweiterte das Unternehmen sein Netzwerk im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Saab kaufte für 11,1 Millionen Euro zehn Prozent der Anteile am Pariser Startup Comand AI. Die Schweden wollen intelligente Planungslösungen in ihre eigenen Kontrollsysteme integrieren.
Volle Auftragsbücher
Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Der Auftragsbestand lag zuletzt bei massiven 274 Milliarden Schwedischen Kronen. Die Folge: ein starkes erstes Quartal. Saab verzeichnete ein organisches Umsatzwachstum von fast 24 Prozent. Treiber war vor allem die hohe Nachfrage nach Überwachungssystemen und taktischen Waffen.
An der Börse wird das Unternehmen aktuell mit rund 267 Milliarden Kronen bewertet. Die Aktie pendelt um die Marke von 510 Kronen. Zwar drücken hohe Entwicklungskosten für Programme wie den T-7-Trainer die Margen in der Luftfahrtsparte. Die Bereiche Dynamik und Überwachung fangen dies jedoch mühelos auf. Solange europäische Staaten massiv aufrüsten, bleibt das starke organische Wachstum intakt.
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