Saab Aktie: Giraffe 1X-Dauerauftrag aus Dänemark

Dänemark macht Radar-Test zum Dauerauftrag. Saab präsentiert zudem modernisierte Giraffe-Version und baut Produktion aus.

Dieter Jaworski ·
Saab Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Dänemark bestellt fest Giraffe 1X Radar
  • Neue Giraffe AMB Version vorgestellt
  • Gripen-Pipeline mit 242 möglichen Jets
  • Saab baut Produktion mit Embraer aus

Die dänische Armee macht den Test zum Dauerauftrag. Nach einer sechsmonatigen Erprobungsphase hat das Beschaffungsamt DALO beim schwedischen Rüstungskonzern Saab fest das Radarsystem Giraffe 1X bestellt. Ursprünglich hatten die dänischen Streitkräfte mehrere Einheiten nur geliehen – zur Überwachung von ziviler und militärischer Infrastruktur während Sicherheitsgipfeln in Kopenhagen.

Das Geschäft überzeugt vor allem durch seine Signalwirkung. Der Giraffe 1X ist ein kompaktes 3D-AESA-Radar für die Kurzstrecken-Luftverteidigung. Es wiegt wenig, lässt sich schnell verlegen und liefert verlässliche Daten selbst in schwierigem Gelände. Genau das hat die Dänen offenbar überzeugt.

Der finanzielle Umfang des Auftrags blieb ungenannt. Der strategische Wert ist trotzdem klar: Saab sichert sich einen festen Fußabdruck in Dänemark – ausgerechnet in einer Phase, in der Nato-Partner ihre kritische Infrastruktur gegen neue Luftbedrohungen hochrüsten.

Neue Radar-Generation in Paris

Parallel zum dänischen Auftrag hat Saab auf der Rüstungsmesse Eurosatory 2026 in Paris eine radikal überarbeitete Version des Giraffe AMB vorgestellt. Das Modell D bekommt eine modernisierte Software-Architektur und ein neu designtes Radar-Array. Die Reichweite steigt, die Zielverfolgung wird präziser.

Das Timing ist clever. Während die alten Giraffe-Systeme weltweit im Einsatz sind, positioniert sich Saab früh für die nächste Beschaffungswelle. Die Botschaft an die Kunden: Wer heute kauft, bekommt morgen die bessere Technik – und bleibt im Ökosystem.

Gripen-Pipeline und industrielle Belastungsprobe

Saab kämpft derzeit mit einem Luxusproblem. Die Auftragsbücher sind voll, der Hersteller muss aber erst beweisen, dass er liefern kann. Der gesamte Auftragsbestand lag Ende des ersten Quartals bei umgerechnet rund 274 Milliarden Schwedischen Kronen.

Besonders spannend: die Gripen-Sparte. Analysten rechnen mit einem möglichen Auftragspipeline von bis zu 242 Kampfjets des Typs JAS 39 Gripen E/F. Potenzielle Kunden sind die Ukraine, Kanada und Brasilien. Um diesen Ansturm zu bewältigen, hat sich Saab mit seinem brasilianischen Partner Embraer abgestimmt. Embraer steht bereit, die Produktion zu unterstützen.

Kein Wunder, dass Anleger genau hinschauen. Saab hat in den letzten zwei Jahren tausende neue Mitarbeiter eingestellt. Die Aktie notierte zuletzt bei 503,40 SEK. Der nächste wichtige Termin: der Quartalsbericht für das erste Halbjahr 2026, fällig im Juli.

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Saab Aktie

26,27 USD

– 0,33 USD -1,24 %
KGV 41,72
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,44 %
Marktkapitalisierung 28,80 Mrd. USD
ISIN: SE0000112385 WKN: 914879

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