Die Analysten von AlphaValue/Baader Europe blicken deutlich vorsichtiger auf die kommenden Jahre der spanischen Banco de Sabadell. Sinkende Zinsen im Euroraum und eine notwendige Erhöhung der Risikovorsorge belasten die Ertragserwartungen für das Jahr 2026 spürbar. Dennoch hält das Analysehaus an seiner optimistischen Einstufung fest, da strategische Verkäufe und hohe Ausschüttungen an die Aktionäre die Kursfantasie stützen.
Margendruck und höhere Vorsorge
Hauptgrund für die aktuelle Neubewertung ist eine deutliche Senkung der Gewinnprognose je Aktie (EPS) für das Jahr 2026 um knapp 18 Prozent auf 0,32 Euro. Die Experten begründen diesen Schritt vor allem mit zwei Faktoren: Zum einen erholt sich die Nettozinsmarge langsamer als ursprünglich angenommen, da der Zinssenkungszyklus der Europäischen Zentralbank (EZB) die Kundenspreads unter Druck setzt.
Zum anderen gehen die Analysten davon aus, dass Sabadell künftig mehr Geld für mögliche Kreditausfälle beiseitelegen muss. Die Annahme für die Risikovorsorge wurde um etwa zehn Prozent nach oben korrigiert, was die Nettoergebnisse in den kommenden Quartalen belasten dürfte. Bereits das Geschäftsjahr 2025 war von einem leichten Gewinnrückgang auf 1,78 Milliarden Euro geprägt.
Fokus auf Kapitalrückgabe
Um das Vertrauen der Investoren in dieser Übergangsphase zu sichern, setzt die Bank massiv auf die Belohnung ihrer Aktionäre. Seit dem 9. Februar läuft ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 800 Millionen Euro. Zusammen mit den bereits gezahlten Bardividenden schüttet Sabadell damit insgesamt 1,5 Milliarden Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr aus.
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Diese Strategie der Kapitalrückgabe ist ein wesentlicher Grund, warum die Analysten ihr Kursziel von 4,10 Euro beibehalten. Beim aktuellen Kurs von rund 3,25 Euro sehen sie trotz der gesenkten Gewinnerwartungen weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial. Können die geplanten Desinvestitionen die schwächere operative Dynamik ausgleichen?
Weichenstellung im Frühjahr
Die kommenden Monate markieren eine entscheidende Phase für die strategische Neuausrichtung. Im Mai 2026 soll Marc Armengol auf der Jahreshauptversammlung offiziell zum neuen CEO ernannt werden. Seine Hauptaufgabe wird es sein, die Bank nach der erfolgreich abgewehrten Übernahme durch die BBVA Ende 2025 als eigenständiges und profitables Institut zu positionieren.
Ein zentraler Baustein für diese Strategie ist der Verkauf der britischen Tochtergesellschaft TSB an die Banco Santander für rund 2,65 Milliarden Pfund. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal 2026 erwartet. Die daraus resultierenden Mittelzuflüsse sollen die Kapitalbasis von Sabadell weiter stärken und könnten bereits in der zweiten Jahreshälfte den Spielraum für zusätzliche Sonderausschüttungen an die Aktionäre vergrößern.
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