Salesforce Aktie: 5 Milliarden für Anthropic
Salesforce verzeichnet trotz starkem Quartalsergebnis und 25-Milliarden-Rückkaufprogramm einen deutlichen Kursrückgang. Der Softwaresektor kühlt ab.

Kurz zusammengefasst
- Kursrutsch trotz operativer Stärke
- Milliardenschwere KI-Investitionen
- 25 Milliarden für Aktienrückkäufe
- Umsatzwachstum auf 11,13 Milliarden
Starke Quartalszahlen und ein massives Rückkaufprogramm reichen aktuell nicht aus, um die Skepsis am Markt zu vertreiben. Die Salesforce-Aktie verlor im jüngsten Handel deutlich an Boden und schloss bei 190,49 US-Dollar. Damit reagiert das Papier empfindlich auf die allgemeine Abkühlung im Softwaresektor.
Technische Hürden bremsen den Kurs
Der Rückgang um 5,45 Prozent markiert einen deutlichen Kontrast zur operativen Entwicklung. Das Papier kämpft damit, das Niveau oberhalb der 200-Tage-Linie von 220,96 US-Dollar zurückzuerobern. Charttechnisch rückt nun die Unterstützung bei 187,83 US-Dollar in den Fokus der Marktteilnehmer.
Milliarden-Wette auf künstliche Intelligenz
Ungeachtet der Kurskapriolen treibt der Konzern seine KI-Strategie mit hohem Tempo voran. Die Beteiligung am Spezialisten Anthropic wurde auf fünf Milliarden US-Dollar aufgestockt. In Frankreich investiert Salesforce parallel dazu zwei Milliarden US-Dollar in ein neues Innovationszentrum.
Diese Ausgaben zielen auf den Ausbau der Plattform „Agentforce“ ab. Das Segment für KI-Infrastruktur steuerte zuletzt bereits jährlich wiederkehrende Umsätze von 3,4 Milliarden US-Dollar bei. Zusätzlich integriert Salesforce den Anbieter Contentful in sein Ökosystem.
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Starke Bilanz stützt Rückkäufe
Operativ lieferte das Unternehmen im ersten Quartal ab. Der Umsatz kletterte um gut 13 Prozent auf 11,13 Milliarden US-Dollar. Ein freier Cashflow von 6,6 Milliarden US-Dollar stützt die finanzielle Basis.
Das Management nutzt diese Stärke für eine aggressive Kapitalrückgabe. Das aktuelle Aktienrückkaufprogramm umfasst ein Volumen von 25 Milliarden US-Dollar. Zudem belaufen sich die vertraglich zugesicherten, aber noch nicht abgerechneten Umsätze auf 33,6 Milliarden US-Dollar.
Am 2. Juni folgt die Auszahlung der Quartalsdividende von 0,44 US-Dollar je Aktie. Analysten halten an ihren Prognosen fest und beziffern das durchschnittliche Kursziel auf rund 255 US-Dollar.
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