Salesforce Aktie: Der Software-Ausverkauf hat zugeschlagen
S&P Global Ratings stufte Salesforce wegen höherer Schulden herab; zwei vereinbarte Übernahmen stehen noch vor ihrem Abschluss.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verlor 3,2 Prozent
- S&P senkte Rating von A+ auf A
- Rückkaufprogramm über 25 Milliarden Dollar
- Übernahmen von Rune und Braze vereinbart
Salesforce geriet gestern im Sog eines breiteren Ausverkaufs bei Unternehmenssoftware unter Druck. Medienberichten zufolge belasteten die Verkäufe im Sektor den Titel; als weiteren Faktor nannten die Berichte die zuvor erfolgte Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Die Aktie verlor 3,2% und schloss bei 191,82 €.
Schulden und Rückkäufe im Blick
S&P Global Ratings hatte das Emittentenrating von Salesforce von „A+“ auf „A“ gesenkt. Als Gründe führte die Ratingagentur Medienberichten zufolge höhere Schulden infolge von Übernahmen sowie ein schuldenfinanziertes Aktienrückkaufprogramm über 25 Milliarden $ an. Den Ausblick beließ sie bei stabil.
Damit richtete sich die Kritik der Ratingagentur sowohl auf die Finanzierung der Zukäufe als auch auf die Mittel für den Rückkauf eigener Aktien. Die Belastung durch höhere Verschuldung stand ausdrücklich im Mittelpunkt ihrer Begründung.
Zwei vereinbarte Übernahmen
Am 29. Oktober unterzeichnete Salesforce nach eigenen Angaben eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von Rune Technologies. Das Unternehmen entwickelt Software für die taktische Logistik des US-Militärs. Salesforce erwartet den Abschluss der Transaktion im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027.
Bereits am 20. Oktober hatte Salesforce eine Vereinbarung zur Übernahme von Braze bekannt gegeben. Der vereinbarte Unternehmenswert beträgt ungefähr 5,66 Milliarden $. Die Braze-Aktionäre sollen je Aktie 47,50 $ in bar erhalten.
Für diese Transaktion erwartet Salesforce den Abschluss im Geschäftsjahr 2028. Beide Zukäufe sind damit als vereinbarte, noch abzuschließende Transaktionen angekündigt.
Daneben reichte Salesforce am Montag bei der US-Börsenaufsicht SEC zwei Registrierungserklärungen auf Formular S-8 für Mitarbeiterleistungspläne ein.
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