Salesforce Aktie: m3ter-Übernahme für KI-Preise
Salesforce kauft m3ter für KI-Preise und baut Stellen ab. Die Aktie fällt trotz starkem KI-Wachstum und soliden Quartalszahlen.

Kurz zusammengefasst
- Übernahme von Londoner Startup m3ter
- Neue Entlassungswelle mit unter 1.000 Stellen
- KI-Assistent Agentforce mit 1,2 Milliarden Umsatz
- Aktie nahe 52-Wochen-Tief trotz Wachstum
Der Cloud-Konzern verschärft seinen Sparkurs. Salesforce kündigte eine neue Entlassungswelle an und kauft gleichzeitig das Londoner Startup m3ter. Ein klares Signal.
Das Unternehmen will sein Abrechnungsmodell neu ausrichten. Die Übernahme von m3ter ermöglicht nutzungsbasierte KI-Preise für Firmenkunden. Salesforce verabschiedet sich damit von starren Lizenzmodellen und setzt auf Verbrauch – je mehr KI ein Kunde nutzt, desto mehr zahlt er. Diese Umstellung soll das milliardenschwere KI-Geschäft rentabler machen.
Dritte Entlassungsrunde seit September
Parallel zum Startup-Deal streicht Salesforce erneut Stellen. Betroffen sind weniger als 1.000 Mitarbeiter. Eine behördliche Meldung in Kalifornien bestätigt 86 Kündigungen allein in diesem Bundesstaat. Die Einschnitte treffen vor allem die Teams von Agentforce, MuleSoft und Marketing Cloud. Es ist bereits die dritte Personalmaßnahme seit September 2025. Der Konzern trimmt seine Struktur auf schlankere Abläufe und KI-gesteuerte Prozesse.
Kurs verloren, Geschäft läuft
Die Aktie steht unter Druck. Am Freitag schloss Salesforce bei 143,56 Euro, das sind 38,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Auf Wochensicht verlor das Papier über elf Prozent, seit Jahresbeginn fast 34 Prozent. Ein Minus, das viele Anleger verunsichert.
Das operative Geschäft zeigt dagegen Stärke. Salesforce lieferte zuletzt solide Quartalszahlen mit Umsatzwachstum und steigender Profitabilität. Der KI-Assistent Agentforce erwirtschaftet inzwischen über 1,2 Milliarden Dollar Jahreswiederkehrumsatz – ein Plus von 205 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der kombinierte KI-und-Daten-Umsatz legte im ersten Quartal um 200 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zu.
Bis zur Jahresmitte 2027 rechnet der Konzern mit einem deutlichen Anziehen von Auftragseingang und Umsatz. Die jüngsten Maßnahmen unterstreichen den Kurs: Salesforce will Wachstum und Rendite zugleich liefern. Der Markt bleibt skeptisch. Die Aktie handelt nahe am 52-Wochen-Tief. Wer auf eine Trendwende setzt, braucht Geduld.
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