Salesforce steht unter Druck. Die Aktie notiert bei 228,05 US-Dollar – nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 218,96 US-Dollar. Während CEO Marc Benioff auf Davos und in Interviews seine KI-Vision bewirbt, schichten Insider Positionen um. Zeitgleich klafft eine Lücke zwischen Analystenziel und Kurs.
Technisch angespannt
Der Chart zeigt eine klare Abwärtsbewegung. Vom 52-Wochen-Hoch bei 367,09 US-Dollar ist Salesforce mittlerweile 31,44 Prozent entfernt. Die Marktkapitalisierung liegt bei 213,68 Milliarden US-Dollar, das KGV bei 30,43.
Die entscheidende Frage lautet: Hält die Unterstützungszone um 220 US-Dollar? Bislang fehlt es an Kaufdruck, obwohl die Bewertung im Vergleich zu den Vormonaten deutlich gesunken ist. Die Handelsspanne am Freitag zwischen 226,65 und 230,85 US-Dollar deutet auf Zurückhaltung der Investoren hin.
Benioff bewirbt „Agentic Enterprise“
Während der Kurs schwächelt, versucht die Unternehmensführung, die Aufmerksamkeit auf die Zukunft zu lenken. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos präsentierte Salesforce Ende Januar 2026 einen KI-Concierge. In einem Interview mit dem Wall Street Journal vom 24. Januar unterstrich Benioff seine Vision des „Agentic Enterprise“ – autonome KI-Agenten sollen die klassischen CRM-Funktionen erweitern.
Die offensive PR-Strategie kommt nicht von ungefähr. Der Wettbewerb durch KI-native Startups verschärft sich. Ob die neue Ausrichtung jedoch kurzfristig die Wachstumssorgen ausräumen kann, bleibt fraglich. Hohe Investitionen in die KI-Transformation belasten zunächst die Margen.
Insider-Verkauf als Signal
Mitte Januar sorgte eine Transaktion für Aufsehen: Aufsichtsrätin Neelie Kroes verkaufte am 14. Januar 3.893 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 238,70 US-Dollar – rund 10 US-Dollar über dem aktuellen Niveau. Die Differenz zeigt, dass sich die Schwäche in den vergangenen Tagen verstärkt hat. Kroes hält nach dem Verkauf noch 7.299 Aktien.
Der Zeitpunkt wirft Fragen auf. Offenbar nutzte die Insiderin eine kurze Stabilisierung, die sich inzwischen wieder aufgelöst hat.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz Kursrückgang und Insider-Verkauf halten große Banken an hohen Kurszielen fest. Goldman Sachs bekräftigte am 12. Januar die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 330 US-Dollar. BMO Capital Markets bestätigte im Dezember „Outperform“ bei einem Kursziel von 275 US-Dollar.
Das durchschnittliche Analystenziel liegt bei 328,58 US-Dollar – fast 44 Prozent über dem aktuellen Kurs. Die Kluft zwischen Expertenmeinung und Marktbewertung ist erheblich. Umsatz (40,32 Milliarden US-Dollar) und Gewinn (7,22 Milliarden US-Dollar) liefern solide Fundamentaldaten. Die Gewinnmarge beträgt 17,91 Prozent.
Quartalszahlen als Richtungsentscheid
Der Markt wartet auf Beweise, dass die KI-Strategie greift. Die nächsten Quartalszahlen, erwartet für Ende Februar oder Anfang März 2026, werden zeigen müssen, ob das „Agentic Enterprise“-Konzept mehr als Marketing ist. Bis dahin bleibt die Aktie technisch angeschlagen. Die Hürde bei 238,70 US-Dollar – dem Niveau des jüngsten Insider-Verkaufs – dürfte kurzfristig als Widerstand fungieren.
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