Salesforce startet schwach ins neue Börsenjahr. Der Titel gerät im Zuge eines breiteren Abverkaufs im Technologiesektor unter Druck, während das operative Geschäft – insbesondere im KI-Bereich – deutlich anzieht. Gleichzeitig sorgt ein hoher Insiderkauf für Aufmerksamkeit.
Kursentwicklung und Bewertung
In der letzten Handelssitzung schloss die Aktie bei 253,62 US-Dollar und verlor damit rund 4,2 %. Der Rückgang steht im Einklang mit der aktuellen Schwäche im Enterprise-Software-Sektor, ausgelöst unter anderem durch Margensorgen bei Branchenvertretern wie Broadcom.
Der Kurs liegt deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 367,09 US-Dollar und spiegelt damit die vorsichtige Stimmung zu Jahresbeginn wider. Dennoch bleibt der Analystenkonsens positiv: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 325 US-Dollar und signalisiert ein Potenzial von etwa 22 % gegenüber dem aktuellen Niveau. Das deutet darauf hin, dass der jüngste Rückgang eher sektorgetrieben sein dürfte als durch eine Verschlechterung der Unternehmensbasis.
Agentforce als Wachstumstreiber
Parallel zur schwächeren Kursentwicklung zeigt sich die operative Entwicklung in einem Bereich besonders dynamisch: der KI-Plattform Agentforce.
Wichtige Kennzahlen:
- Annualized Recurring Revenue (ARR): 500 Mio. US-Dollar
- Wachstum gegenüber dem Vorjahr: 330 %
- Zahlende Kunden: 9.500
Damit untermauert Salesforce seinen strategischen Schwenk in Richtung „agentische KI“. Die Plattform generiert bereits relevante wiederkehrende Umsätze und adressiert die Sorge, Investitionen in KI könnten kurzfristig keine Erträge liefern.
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Insiderkauf und Dividende
Ein starkes Signal aus dem Unternehmen kommt von Verwaltungsratsmitglied G. Mason Morfit. Er erwarb 96.000 Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 260,58 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einem Investitionsvolumen von rund 25 Mio. US-Dollar und zeigt ein hohes Maß an Vertrauen in das aktuelle Bewertungsniveau.
Zusätzlich erhalten die Anteilseigner in dieser Woche eine Ausschüttung. Salesforce zahlt am Donnerstag eine Quartalsdividende von 0,416 US-Dollar je Aktie, was einer annualisierten Dividende von 1,66 US-Dollar entspricht. Damit verbindet das Unternehmen Wachstumsinvestitionen im KI-Bereich mit einer kontinuierlichen Kapitalrückführung.
Technisches Bild und Ausblick
Charttechnisch bleibt die Lage kurzfristig angespannt. Die Aktie notiert unter dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 249,80 US-Dollar und ringt damit um eine Stabilisierung im Bereich um 250 US-Dollar.
Dem gegenüber stehen:
- stark wachsender KI-Umsatz über Agentforce
- ein signifikanter Insiderkauf im zweistelligen Millionenbereich
- eine verlässliche Dividendenpolitik
Im weiteren Wochenverlauf richten sich die Blicke vor allem darauf, wie sich der Kurs im Umfeld dieser Unterstützungszone entwickelt und ob die soliden Fundamentaldaten den jüngsten Druck aus dem Sektor abfedern können.
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