Samsung SDI: 685.000 Won nach Mercedes-Deal

Samsung SDI sichert sich einen 6,8-Milliarden-Dollar-Auftrag von Mercedes-Benz. Die Aktie erreicht ein neues Hoch, während der Konzern seine Position bei deutschen Premiumherstellern ausbaut.

Dieter Jaworski ·
Samsung SDI Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Liefervertrag über 6,8 Milliarden Dollar
  • Aktie steigt auf neues 52-Wochen-Hoch
  • Belieferung aller drei deutschen Premiumhersteller
  • Produktionsstart prismatischer Zellen für 2028

Samsung SDI hat die letzte Lücke im deutschen Premium-Segment geschlossen. Mit der offiziellen Unterzeichnung eines massiven Liefervertrags mit Mercedes-Benz beliefert der südkoreanische Konzern nun alle drei großen deutschen Luxushersteller. Die Kooperation markiert die erste direkte Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen im Bereich der Elektromobilität.

An der Börse löste die Nachricht eine Kaufwelle aus. Die Aktie kletterte am Mittwoch um rund acht Prozent auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 94,60 Euro. Damit setzt das Papier seinen steilen Aufwärtstrend fort und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 140 Prozent.

Der Auftrag hat ein Volumen von etwa 10 Billionen Won, umgerechnet rund 6,8 Milliarden US-Dollar. Samsung SDI wird prismatische Batteriezellen mit hohem Nickelgehalt für künftige Elektro-SUVs und Coupés liefern. Der Start der Massenproduktion ist für das Jahr 2028 geplant.

Ausweichen auf bewährte Technik

Branchenkenner werten den Schritt von Mercedes-Benz als strategische Diversifizierung. Der Stuttgarter Autobauer reagiert damit offenbar auf anhaltende Fertigungsprobleme beim europäischen Gemeinschaftsunternehmen Automotive Cells Company (ACC). Hohe Ausschussraten in lokalen Fabriken führen dazu, dass Hersteller verstärkt auf die Technologie erfahrener Partner aus Südkorea setzen.

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Neben BMW und Audi ist Mercedes nun der dritte große deutsche Kunde im Portfolio. Die Analysten von NH Investment & Securities hoben hervor, dass dies die Auslastung der ungarischen Produktionsstandorte massiv stützen wird. Sie taxieren das Kursziel für die Aktie auf 880.000 Won.

Rückenwind durch Regulierung

Das Marktumfeld spielt Samsung SDI in die Karten. Regulatorische Vorgaben in den USA und Europa erschweren den Einsatz chinesischer Komponenten und begünstigen etablierte Akteure mit lokaler Fertigung. Die steigenden Exportzahlen für südkoreanisches Kathodenmaterial untermauern diesen Trend.

Der Fokus auf die Feststoffbatterie-Technologie bleibt der nächste technologische Meilenstein für den Konzern. Die Marktreife dieser Zellen wird für das Ende des Jahrzehnts angestrebt und soll die Position gegenüber der Konkurrenz langfristig absichern.

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Samsung SDI Aktie

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Sektor Industrieunternehmen
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