SanDisk: 78,4 Prozent Bruttomarge im Quartal
SanDisk profitiert von KI-Boom und Western-Digital-Ausstieg. Rekordmargen und milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm treiben Aktie auf neues Allzeithoch.

Kurz zusammengefasst
- Kurs steigt auf Rekordhoch von 1562 Dollar
- Western Digital trennt sich von SANDISK-Anteilen
- Bruttomarge explodiert auf 78,4 Prozent
- Sechs Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe
Explodierende Margen, ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm und die Abnabelung vom ehemaligen Mutterkonzern. Bei SanDisk reiht sich derzeit ein Katalysator an den nächsten. Der Speicherspezialist profitiert massiv vom KI-Boom im Rechenzentrum, während ein langjähriger Bremsklotz in der Aktionärsstruktur verschwindet.
Die Börse honoriert diese Entwicklung mit einem beispiellosen Kursfeuerwerk. Allein am Freitag schoss die Aktie um fast 17 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 1562,34 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert des Papiers damit mehr als verfünffacht. Ein RSI-Wert von knapp 80 signalisiert indes eine deutliche Überkauftheit.
Western Digital macht den Weg frei
Strukturell markiert das Wochenende einen Wendepunkt. Western Digital hat sich von einem Großteil seiner SanDisk-Anteile getrennt. Über einen Aktientausch mit institutionellen Investoren gab der Konzern rund 653.000 Papiere ab. Die verbleibende Million an Aktien soll zeitnah über weitere Tauschgeschäfte oder Ausschüttungen abgebaut werden. Damit verschwindet ein struktureller Überhang, der die SanDisk-Aktie lange belastete. Der Markt nimmt das Unternehmen nun als reinen KI-Speicherspezialisten wahr.
Preismacht treibt Rekordmargen
Fundamental untermauert das Unternehmen diese Neubewertung mit extrem starken Quartalszahlen. Der Umsatz verdoppelte sich sequenziell nahezu auf knapp sechs Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge sprang im gleichen Schritt von 22,5 auf beeindruckende 78,4 Prozent.
Treiber dieser Entwicklung ist das Rechenzentrumsgeschäft. SanDisk fokussiert sich gezielt auf margenstarke Kunden. Parallel dazu kündigte der Vorstand Ende April ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von sechs Milliarden US-Dollar an. Die langfristigen Schulden wurden bereits vollständig getilgt.
Hinter dem glänzenden Zahlenwerk verbirgt sich ein wichtiges Detail. Das gesamte Wachstum im abgelaufenen Quartal resultiert aus höheren Preisen und einem besseren Produktmix. Die tatsächliche Absatzmenge an Speicherchips sank sequenziell sogar im hohen Zehnerprozentbereich.
Um sich gegen künftige Preisschwankungen abzusichern, setzt SanDisk auf ein neues Vertragsmodell. Fünf mehrjährige Lieferpartnerschaften garantieren dem Unternehmen Mindestumsätze von rund 42 Milliarden US-Dollar. Variable Preiskomponenten sollen dabei weitere Aufwärtspotenziale bei den Chip-Preisen einfangen.
Warnsignale vom Spotmarkt
Genau hier sehen Analysten ein Risiko. Die Investmentbank Bernstein warnt vor einer drohenden Abkühlung. Zwar steigen die Preise für NAND- und DRAM-Speicher im laufenden Quartal noch massiv. Der Spotmarkt sendet allerdings bereits gemischte Signale. Die hohen Kosten dämpfen allmählich die Nachfrage. Bernstein rechnet daher mit einer spürbaren Verlangsamung im dritten Quartal, belässt das Kursziel für SanDisk aber dennoch bei 1700 US-Dollar.
Für das laufende vierte Quartal bleibt das Management hochgradig optimistisch. Die Prognose stellt einen Umsatz von rund acht Milliarden US-Dollar sowie eine Bruttomarge von bis zu 81 Prozent in Aussicht. Die wöchentlichen Preisdaten des NAND-Spotmarktes bilden nun den entscheidenden Indikator. Sie werden in den kommenden Wochen belegen, ob die milliardenschweren KI-Investitionen der Cloud-Anbieter das aktuelle Preisniveau weiter stützen können.
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