SANDISK Aktie: 93,9-Milliarden-Verträge bis 2027

SanDisk sichert sich 93,9 Mrd. USD Mindestumsatz bis 2027 und erholt sich leicht. Analysten bleiben trotz schwacher Q1-Prognose mehrheitlich positiv.

Dr. Robert Sasse ·
Modernes Rechenzentrum mit leuchtenden Glasfaserkabeln als Symbol für digitale Infrastruktur und wirtschaftliches Wachstum (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Aktie erholt sich um 1,82 Prozent
  • 93,9 Mrd. USD Mindestumsatz gesichert
  • Rückkaufprogramm über 14 Mrd. USD
  • Analysten sehen langfristig Chancen

SanDisk erholt sich am heutigen Freitag von den Verlusten der vergangenen Handelstage. Die Aktie steigt um 1,82 Prozent auf 1.120,00 Euro, nachdem der Speicherchip-Hersteller neue Vertragsdetails bekanntgegeben hat. Auf Sicht von 30 Tagen bleibt allerdings ein Minus von 26,32 Prozent stehen – ein Beleg dafür, wie tief der Kurseinbruch nach den jüngsten Quartalszahlen ausgefallen war.

Milliardenverträge sichern Auslastung bis 2027

SanDisk bestätigte heute, über zehn sogenannte „New Business Model“-Vereinbarungen mit acht strategischen Kunden ein Mindestumsatzvolumen von 93,9 Milliarden US-Dollar vertraglich fixiert zu haben. Diese Abkommen decken nach Unternehmensangaben mehr als die Hälfte der für das Geschäftsjahr 2027 geplanten Bit-Produktion ab. Für Anleger ist das ein Signal, dass die Nachfrage nach Flash-Speicher trotz des jüngsten Kursrutsches auf breiter Basis gesichert erscheint.

Die Nachricht kommt zwei Tage nach einem Rekordquartal mit Schattenseiten. Am Mittwoch hatte SanDisk für das vierte Geschäftsquartal 2026 einen Umsatz von 8,97 Milliarden US-Dollar gemeldet, ein Plus von 372 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 39,25 US-Dollar. Der Ausblick auf das erste Quartal 2027 mit einer Umsatzspanne von 10,3 bis 10,8 Milliarden US-Dollar blieb jedoch hinter Analystenschätzungen von bis zu 12,3 Milliarden US-Dollar zurück. Reuters berichtete, die Aktie sei im nachbörslichen Handel um bis zu 13 Prozent eingebrochen – jener Rückgang spiegelt sich im aktuellen 30-Tage-Minus wider.

Parallel zu den Zahlen genehmigte der Vorstand am Mittwoch ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm über 14 Milliarden US-Dollar. Damit steigt die verbleibende Rückkauf-Ermächtigung laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC auf insgesamt 15,5 Milliarden US-Dollar. Das Management signalisiert damit Vertrauen in die eigene Bewertung, auch wenn die kurzfristige Wachstumsdynamik die Erwartungen enttäuscht hat.

Analysten zwischen Vorsicht und Zuversicht

Die Reaktionen der Analysehäuser fielen am Donnerstag uneinheitlich aus. Citigroup-Analystin Asiya Merchant beließ ihre Einstufung bei „Buy“, senkte das Kursziel jedoch von 2.500 auf 2.100 US-Dollar. Sie reagierte damit auf die verhaltene Umsatzprognose fürs erste Quartal 2027. BofA-Securities-Analyst Wamsi Mohan hielt dagegen an seinem Kursziel von 2.500 US-Dollar fest und bestätigte ebenfalls die Kaufempfehlung – für ihn überwiegt offenbar die langfristige Auftragslage die kurzfristige Guidance-Enttäuschung. Weitere Häuser bewegten sich mit ihren Kurszielen zwischen rund 1.900 und 2.300 US-Dollar, bei durchweg positiver Grundtendenz.

Weitere Entwicklungen rund um SanDisk

Auch beim ehemaligen Mutterkonzern zeigt sich der Wert der SanDisk-Beteiligung. Western Digital wies für sein viertes Geschäftsquartal 2026 einen Nettogewinn von 3,2 Milliarden US-Dollar aus, der einen Sondereffekt von 2,05 Milliarden US-Dollar aus der verbliebenen Minderheitsbeteiligung an SanDisk enthielt. Die frühere Konzernmutter profitiert damit weiterhin von der 2025 vollzogenen Abspaltung des Flash-Geschäfts.

Auf der operativen Seite meldete SanDisk zusammen mit SK hynix die erste technische Spezifikation für „High Bandwidth Flash“ im Rahmen des Open Compute Project – ein Standard für Speicherebenen in KI-Inferenzsystemen, der die strategische Positionierung im Wachstumsfeld der künstlichen Intelligenz unterstreicht.

Aus dem Unternehmen selbst gab es zudem eine kleinere Insider-Transaktion: Chief Legal Officer Bernard Shek veräußerte im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans 600 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 1.162,16 US-Dollar. Angesichts der Größenordnung der übrigen Meldungen dürfte dieser Verkauf für die Kursentwicklung kaum ins Gewicht fallen.

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SANDISK Aktie

1.740,00 USD

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KGV 21,10
KUV 12,58
Sektor Technologie
Div.-Rendite
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Ø Kursziel 2.125,09 USD
ISIN: US80004C2008 WKN: A411ZM

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