SANDISK Aktie: BiCS10 mit 332 Lagen
Geopolitische Spannungen lösen breiten Ausverkauf bei Halbleiterwerten aus. SanDisk verliert vorbörslich trotz zuvor starkem Wachstum und optimistischer Prognosen.

Kurz zusammengefasst
- Vorbörslicher Kursrutsch von vier Prozent
- Globale Spannungen belasten Chip-Sektor
- Umsatzplus von 251 Prozent im dritten Quartal
- Prognose: Gewinn je Aktie bis 33 Dollar
SanDisk-Aktionäre erleben einen unruhigen Wochenstart. Ein breit angelegter Halbleiter-Ausverkauf drückt die Notierungen im vorbörslichen Handel deutlich nach unten. Die Euphorie nach der Abspaltung von Western Digital weicht vorerst einer scharfen Korrektur.
Eskalierende Spannungen im Nahen Osten belasten die Stimmung an den globalen Märkten. In Asien brachen die Kurse bereits ein. Der südkoreanische KOSPI verlor über sieben Prozent. Besonders die Speicherchip-Hersteller gerieten unter die Räder.
Branchengrößen wie SK Hynix und Samsung verloren zweistellige Prozentsätze. SanDisk gab vorbörslich rund vier Prozent nach. Parallel dazu verzeichneten auch Konkurrenten wie Micron ähnliche Verluste.
Bewertung auf dem Prüfstand
Seit Februar 2025 legte das Papier um rund 1.600 Prozent zu. Dieser rasante Aufstieg sorgt nun für Skepsis. Kritiker warnen vor einer zu hohen Bewertung im Vergleich zu anderen Branchenführern im Halbleitersektor.
Dabei lieferte das Unternehmen zuletzt massive Wachstumszahlen. Der Umsatz im dritten Quartal stieg um 251 Prozent auf fast sechs Milliarden Dollar. Die Bruttomargen erreichten ein Rekordniveau von 78,4 Prozent.
Die Wette auf KI-Speicher
Technologisch setzt SanDisk auf die neue BiCS10-Architektur mit 332 Lagen. Die Bitdichte steigt gegenüber der Vorgängergeneration um fast 60 Prozent. Das langfristige Ziel steht: 512-Terabyte-Festplatten bis zum Jahr 2027.
Der Markt leidet unter einer strukturellen Knappheit an Speicherchips. Experten erwarten für Mitte 2026 einen Preisanstieg bei NAND-Verträgen um bis zu 75 Prozent. SanDisk sicherte sich dazu langfristige Verträge, die einen Mindestumsatz von 42 Milliarden Dollar vorsehen.
Für das vierte Quartal peilt das Management einen Umsatz von bis zu 8,25 Milliarden Dollar an. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 30 und 33 Dollar liegen. Ob diese Prognosen den aktuellen Abwärtstrend stoppen, hängt primär von der weiteren Beruhigung der geopolitischen Lage ab.
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